25 Liter in nur 6 Minuten

Extremregen in Frankreich – Unwetter fordern Todesopfer

Heftige Unwetter sorgen auf Korsika und in Südfrankreich für Chaos. Tausende Blitze, extreme Regenmengen und Überschwemmungen fordern ein Todesopfer.
20.10.2026, 20:50
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Heftige Unwetter haben auf Korsika und in Südfrankreich für massive Überschwemmungen gesorgt. Straßen standen unter Wasser, Flüsse traten über die Ufer und die Einsatzkräfte mussten Hunderte Male ausrücken. In Saint-Mitre-les-Remparts wurde nach einer groß angelegten Suchaktion eine Person tot aufgefunden.

Besonders dramatisch ist die Lage im Norden Korsikas. Für das Département Haute-Corse gilt die höchste Unwetterwarnstufe Rot. Am Dienstagmorgen fielen dort innerhalb von nur sechs Minuten 25 Liter Regen pro Quadratmeter. Dazu entluden sich gewaltige Gewitter über der Mittelmeerinsel.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mehr als 11.000 Blitze in sechs Stunden

Das französische Gewitterobservatorium Keraunos zählte zwischen 6 Uhr und Mittag mehr als 11.000 Blitze. Rund 3.400 davon schlugen am Boden ein. Besonders heftig traf es die Gemeinde Solaro, wo allein über 1.500 Einschläge registriert wurden.

Auch die Regenmengen erreichten extreme Werte. Laut BFMTV fielen innerhalb von 24 Stunden insgesamt 416 Liter pro Quadratmeter, davon 189 Liter allein zwischen 10 und 11 Uhr am Dienstag. Der Wetterdienst Météo-France meldete stellenweise Niederschläge von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter und Stunde. Im Süden von Haute-Corse könnten insgesamt sogar über 500 Liter zusammenkommen. Im übrigen Gebiet mit der höchsten Warnstufe werden 200 bis 300 Liter erwartet.

Fluss tritt über die Ufer

Auch das französische Festland blieb nicht verschont. Im Département Gard trat der Fluss Rhôny über die Ufer und setzte Straßen unter Wasser. Die Gemeinde Clarensac berichtete von "schweren Beeinträchtigungen" des Straßennetzes. Die Autobahn A9 musste vorübergehend gesperrt werden.

Im Département Bouches-du-Rhône rückte die Feuerwehr in der Nacht auf Dienstag und am Morgen zu mehr als 200 Einsätzen aus. Besonders betroffen waren Saint-Chamas, Châteauneuf-les-Martigues und Saint-Mitre-les-Remparts. Auch in den Gebieten Côte Bleue, Étang de Berre und im Norden des Départements waren Einsatzkräfte gefordert. Neben Rettungs- und Sicherungsarbeiten mussten überflutete Bereiche ausgepumpt werden. In Saint-Mitre-les-Remparts endete eine umfangreiche Suchaktion schließlich mit dem Fund einer toten Person.

red, 20.10.2026, 20:50