Antonelli hat 81 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen George Russell mit ins Grand-Prix-Wochenende von Aserbaidschan genommen. Doch dieser Vorsprung droht nun deutlich zu schmelzen. Während sich der britische Mercedes-Star äußerst überlegen die Pole Position sicherte, scheiterte der italienische Formel-1-Shootingstar früh im Qualifying. Antonelli bleibt nur der 16. Startplatz.
Der 20-Jährige war mit seinem "Silberpfeil" in Kurve eins zu eng dran gewesen und berührte an der Innenseite die Bande, beschädigte dabei den Boliden. Er hatte zwar noch den Aufstieg in den zweiten Qualifying-Abschnitt geschafft, konnte an diesem aber nicht mehr teilnehmen. So steht für den Sieger der letzten beiden Rennen eine weitere Aufholjagd bevor. Den Großen Preis von Italien hatte Antonelli von Startplatz 19 aus gewonnen, doch ein vergleichbares Überhol-Spektakel ist in den Straßenschluchten von Baku eher unwahrscheinlich.
"Ich habe eingelenkt und plötzlich hatte ich vorne viel mehr Grip. Dann habe ich die Wand berührt", analysierte Antonelli. Auch der Gegenwind habe eine Rolle gespielt, meinte der Italiener dann. Und nahm den Crash auf sich: "Es war ein Fehler von mir. Das war völlig unnötig", so der WM-Führende dann.
"Ich ärgere mich extrem über mich selbst, werde versuchen, es morgen besser zu machen", schob der 20-Jährige dann an. "Es erinnert mich daran, dass einem die Dinge nicht geschenkt werden und ich den Job besser machen muss", betonte der Mercedes-Star.
Welche Art von Schadensbegrenzung am Sonntag möglich ist, ließ Antonelli offen. "Das Auto ist das ganze Wochenende lang sehr stark gewesen. George hat es herausragend gemacht, wir werden sehen, dass wir so viele Plätze wie möglich herausfahren."