Deutliche Ansage gegen Formel-1-Superstar Lewis Hamilton! Nach dem teaminternen Ferrari-Krach beim Großen Preis von Mexiko nimmt Ex-Pilot und TV-Experte Christian Danner den siebenfachen Weltmeister ins Visier. Im "AvD Motorsport-Magazin" findet der Deutsche deutliche Worte über den Briten.
"Hamilton ist eine Diva und bleibt eine Diva. Da braucht man gar nicht drüber reden", meinte Danner, fügte dann aber gleich an: "Er darf ja so sein. Jeder kann nur dann Top-Leistungen bringen, wenn er so sein kann, wie er ist."
Auch Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc bekommt sein Fett weg. Der Monegasse trage einen gewissen "Grundfrust" mit sich herum. Zwar sei Leclerc "sauschnell, wahnsinnig erfolgreich und auch im Drumherum ein wahnsinnig toller Typ", doch ihm fehle weiterhin ein WM-Titel.
Auslöser der Kritik ist der turbulente Mexiko-Grand-Prix. Hamilton und Leclerc gerieten auf der Strecke aneinander, während Max Verstappen von ihrem Zweikampf profitierte. Leclerc kürzte eine Kurve ab und kassierte dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe. Hamilton zeigte sich anschließend stinksauer: "Ich habe einen Sieg verloren, und Ferrari kämpft um den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung. Das ist ein Mangel an Respekt gegenüber all den Leuten, die in der Fabrik arbeiten."
Trotz seiner deutlichen Worte über Hamilton sieht Danner die Hauptschuld allerdings nicht bei den Fahrern, sondern bei Ferrari. "Immer, wenn etwas Unplanmäßiges kommt und man braucht eine schnelle Entscheidung, dann kommen die ins Trudeln", kritisiert der ehemalige Formel-1-Pilot. Die Verantwortlichen hätten beim Streit ihrer beiden Stars entschlossener eingreifen müssen.
Eine klare Nummer eins braucht Ferrari aus Sicht des Experten deshalb nicht. Vielmehr müsse die Teamführung ihre Piloten besser im Griff haben. "Ferrari hat zwei superschnelle Fahrer, aber du musst sie unter Kontrolle haben", fordert Danner. Als Vorbild nennt er den früheren Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der einst den erbitterten Zweikampf zwischen Hamilton und Nico Rosberg managen musste.
Danner sieht in der Rivalität der Ferrari-Stars durchaus auch etwas Positives. "Die zwei steigern sich und treiben einander zu Höchstleistungen an", erklärt er. Entscheidend sei aber, dass der Konkurrenzkampf künftig besser geregelt werde. "Das ist der Job der Ferrari-Führung." Für Hamilton und Leclerc steht damit fest: Nicht nur ihre Leistungen auf der Strecke, sondern auch ihr Umgang miteinander bleibt ein heißes Thema.