Droht der nächste Fahrer-Hammer in der Formel 1? Racing-Bulls-Pilot Liam Lawson muss trotz einer starken Saison um seine Zukunft in der Königsklasse zittern. Der Neuseeländer weiß noch immer nicht, ob er auch 2027 im Cockpit des Red-Bull-Schwesterteams sitzen wird.
Dabei liefert der 24-Jährige sportlich überzeugende Argumente. Lawson liegt in der Fahrer-WM auf Rang neun und ist damit der beste Pilot außerhalb der vier Top-Teams Mercedes, McLaren, Ferrari und Red Bull. Zudem hat er mehr als doppelt so viele Punkte gesammelt wie sein Teamkollege Arvid Lindblad.
Doch eine Jobgarantie gibt es für den ehemaligen Red-Bull-Teamkollegen von Max Verstappen trotzdem nicht. "Ich gebe mein Bestes. Jedes Wochenende versuche ich, das Maximum herauszuholen", erklärt Lawson gegenüber "Sky Sports". Dann wird er deutlich: "Im Moment gibt es definitiv keine Sicherheit für nächstes Jahr."
Die Ungewissheit macht dem Piloten zu schaffen. "Es ist ein harter Sport. Im Moment weiß ich wirklich nicht, was ich sonst noch sagen soll", gesteht Lawson. Die Racing Bulls sind der einzige Rennstall, der bislang noch keinen seiner beiden Fahrer für die Saison 2027 offiziell bestätigt hat.
Zusätzlichen Druck macht Formel-2-Titelanwärter Nikola Tsolov. Der Nachwuchspilot aus Bulgarien drängt in die Formel 1 und könnte einem der beiden aktuellen Racing-Bulls-Fahrer den Platz streitig machen. Geschäftsführer Peter Bayer lobt zwar Lawsons Leistungen, betont im ORF aber auch die Aufgabe des Teams, neue Talente zu fördern. "Wir haben 22 Fahrer in die Formel 1 gebracht, darunter Sebastian Vettel, Max Verstappen und andere."
Wann die Entscheidung fällt, bleibt offen. Laut Bayer liegt sie bei Teamchef Alan Permane. Dieser werde die Fahrerpaarung bekannt geben, sobald er den richtigen Zeitpunkt gekommen sieht. Für Lawson heißt das: weiter Leistung bringen und hoffen. Denn selbst Platz neun in der Weltmeisterschaft ist offenbar keine Garantie für ein Cockpit.