Die Formel 1 steht offenbar vor der Rückkehr nach Afrika – und ein Österreicher spielt bei den Plänen eine entscheidende Rolle. Ruanda soll einen Grand Prix bekommen, die dafür notwendige Rennstrecke soll federführend von Ex-Formel-1-Pilot und ORF-Experte Alexander Wurz designt werden.
Nach Informationen von "RacingNews365" soll Ruanda den Zuschlag für ein Formel-1-Rennen erhalten haben. Der Grand Prix könnte ab 2030 Teil des Kalenders werden. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht, diese könnte allerdings bald erfolgen.
Gefahren werden soll nicht auf einem Stadtkurs. Rund 40 Kilometer von der Hauptstadt Kigali entfernt soll in der Nähe des internationalen Flughafens Bugesera eine permanente Rennstrecke entstehen. Für das Design ist WurzDesign verantwortlich, das Unternehmen des Österreichers Alexander Wurz.
Damit wäre der langjährige ORF-Experte maßgeblich an der Rückkehr der Königsklasse nach Afrika beteiligt. Wurz arbeitet auch gemeinsam mit dem langjährigen Formel-1-Streckenbauer Hermann Tilke und dessen Unternehmens an der Formel-1-Strecke von Qiddiya in Saudi-Arabien.
Ruanda bemüht sich bereits seit Jahren um einen Platz im Formel-1-Kalender. Präsident Paul Kagame hatte 2024 offiziell angekündigt, sich um einen Grand Prix zu bewerben. Ein Jahr später besuchte er den Grand Prix von Aserbaidschan und hielt engen Kontakt zu FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem und Formel-1-Boss Stefano Domenicali.
Für die Formel 1 wäre es eine historische Rückkehr. Zuletzt wurde 1993 in Afrika gefahren, damals beim Grand Prix von Südafrika in Kyalami. Auch Südafrika mit der einstigen Formel-1-Rennstrecke oder einem neuen Kurs in Kapstadt bemühten sich um die Formel-1-Rückkehr, zudem gab es Pläne und Gerüchte rund um Marokko und Nigeria.
Die Sport-Offensive Ruandas ist allerdings umstritten. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die politische Situation im Land. Der Vorwurf des Sportswashings steht im Raum.