Bei Audi könnte sich die Eigentümerstruktur des Formel-1-Teams in Zukunft verändern. Vorstandschef Gernot Döllner bestätigt gegenüber "Sport Bild", dass es großes Interesse von möglichen Investoren gibt. Einen unmittelbaren Grund für einen weiteren Anteilsverkauf sieht er allerdings nicht.
Audi ist seit 2026 mit einem eigenen Werksteam in der Formel 1 vertreten und hatte dafür den Sauber-Rennstall übernommen. Zusätzlich ist der katarische Staatsfonds QIA als Partner eingestiegen. Über die genaue Höhe dessen Beteiligung macht Audi keine Angaben.
Weitere Investoren wären grundsätzlich möglich. "Das externe Interesse ist sehr groß", erklärt Döllner. Sollte Audi weitere Anteile abgeben, wolle man dies aber mit entsprechender Vorlaufzeit in einem strukturierten Verfahren machen. "Aktuell sehen wir keine Notwendigkeit dafür."
Auch die wirtschaftlichen Probleme im Volkswagen-Konzern sollen keinen Einfluss auf das Formel-1-Engagement haben. Laut Döllner wurde das Projekt von Beginn an mit einer eigenständigen Finanzierung geplant. Noch in diesem Jahrzehnt soll das Formel-1-Team den Break-even erreichen.
Eine entscheidende Grenze zieht der Audi-Boss ebenfalls: Auch bei einem möglichen Verkauf weiterer Anteile soll Audi nach seinen Vorstellungen Mehrheitseigentümer bleiben. Gleichzeitig pocht Döllner auf klare Verantwortlichkeiten im Rennstall – sportliche Entscheidungen dürften nicht durch langwierige Abstimmungen mit den Anteilseignern ausgebremst werden.