Colapinto war nach 28 Minuten im zweiten Training zum Großen Preis von Ungarn in der Zielkurve abgeflogen. Der Argentinier hatte in der schnellen Rechtskurve das Heck seines Alpine verloren, war wohl etwas zu schnell unterwegs gewesen.
Das rächte sich. Denn der Bolide drehte sich mit dem Heck voraus dann weg. Colapinto war chancenlos, konnte den Einschlag nicht mehr vermeiden. Mit dem Heck voraus rutschte der Alpine in die Streckenbegrenzung, schlug ein. Der Heckflügel knickte ab.
Die Rennleitung zückte daraufhin sofort die Rote Flagge und brach das zweite Training unverzüglich ab – und das inmitten der Qualifying-Simulationen der Piloten.
Nicht einmal zehn Minuten später konnte die Session wieder fortgesetzt werden, nachdem Colapintos Alpine geborgen worden war.
Derweil gaben die Ferraris abermals das Tempo vor. Diesmal drehte Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton mit 1:18,729 Minuten die schnellste Runde, hat damit auch die Tagesbestzeit markiert. Lediglich Teamkollege Leclerc, der Schnellste vom ersten Training, konnte mit einem Rückstand von 0,148 Sekunden folgen.
Dahinter landete McLaren-Fahrer Lando Norris als Dritter, allerdings bereits mit einer halben Sekunde Rückstand (+0,499), gefolgt von Red-Bull-Pilot Max Verstappen als Vierter (+0,692). Der hatte Teile des Trainings nicht mitmachen können, weil die Mechaniker in der Box an seinem Sitz herumgeschraubt hatten. Teamkollege Isack Hadjar belegte Rang sechs (+1,071), blieb damit knapp vor Liam Lawson im starken Racing Bulls (+1,312).
Oscar Piastri enttäuschte im zweiten McLaren als Achter (+1,372) genauso wie die Mercedes-Piloten. George Russell fuhr auf Platz fünf, hatte aber gut neun Zehntelsekunden Rückstand (+0,933), während der WM-Führende Andrea Kimi Antonelli gar nur 13. wurde, mit 1:964 Sekunden Rückstand wohl noch nicht alle Karten aufdeckte.
Neue Sorgenfalten gibt es derweil bei Aston Martin. Das Team von Star-Designer Adrian Newey ist eigentlich mit einem völlig überarbeiteten neuen Auto nach Ungarn gekommen, man sprach von gut zwei Sekunden, die das Auto nun schneller sei. Nach guten Ansätzen im ersten Freien Training landete Fernando Alonso aber bloß auf dem ernüchternden 19. Rang (+2,990). Teamkollege Lance Stroll konnte die Session nach einem Crash im ersten Training nicht mitmachen.
Am Samstag steht nun das dritte Freie Training (12.30 Uhr), gefolgt vom Qualifying (16 Uhr) auf dem Programm. Der Große Preis startet dann am Sonntag u8m 15 Uhr.