Grüner Vorstoß scheitert

Fahnen-Eklat: Tirol lässt Regenbogen-Wunsch abblitzen

Nach einem Jahr Prüfung kommt die Absage an die Grünen: Tirols Bezirkshauptmannschaften bleiben ohne Regenbogenfahnen.
Newsdesk Heute
21.09.2026, 15:03
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Bereits im Vorjahr machten die Tiroler Grünen einen brisanten Vorstoß: Sie forderten, dass im Pride-Monat vor allen Bezirkshauptmannschaften des Bundeslandes eine Regenbogenfahne wehen soll. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt.

Die Prüfung dazu dauerte ein Jahr – danach gab es allerdings eine negative Nachricht für die Grünen, berichtet die "Tiroler Tageszeitung". Aus "technischen und finanziellen Gründen" sei das Projekt "nicht flächendeckend realisierbar", hieß es seitens der Abteilung Repräsentationswesen des Landes.

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Forderung nicht umsetzbar

Demnach würden einige Bezirkshauptmannschaften nicht über geeignete Fahnenmasten verfügen, bei drei Standorten würden die Fahnenmasten zur Gänze fehlen. Vier Bezirkshauptmannschaften müssten Nachrüstungen vornehmen. Nur bei einer wäre eine zusätzliche Beflaggung ohne weitere Maßnahmen möglich.

Die Kosten für entsprechende Nachrüstungen würden sich auf rund 43.000 Euro belaufen, die "derzeit budgetär nicht vorgesehen sind". Gleichzeitig betonte man, dass es nicht darum gehe eine Fahne oder einen Anlass unterschiedlich zu behandeln. Man wolle "eine einheitliche und protokollarisch ordnungsgemäße Beflaggung an allen Verwaltungsgebäuden des Landes".

So reagieren die Grünen

Der Tiroler Landeschef der Grünen, Gebi Mair, kann diese Begründung nicht nachvollziehen. Für ihn klinge es so, als würden sie es einfach nicht wollen, sagte er gegenüber der "TT". Um dies nicht aussprechen zu müssen, seien eben diese Argumente vorgeschoben worden.

Mair findet, dass Tirol hier schon viel weiter sein könnte. "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg", lautet die Devise des Grünen-Politikers. In der kommenden Landtagssitzung will Mair das Thema noch einmal zur Sprache bringen.

red,21.09.2026, 15:03
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