Im Frühverkehr

"Fahrgäste gestapelt!" – Ärger wegen Ticketkontrolle

Wegen der S-Bahn-Sperre weichen viele Pendler auf die U1 aus. Eine Ticketkontrolle am Hauptbahnhof sorgte Donnerstagfrüh für einen Menschenauflauf.
Thomas Peterthalner
02.10.2026, 06:15
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die Sperre der Wiener S-Bahn-Stammstrecke verlangt Pendlern derzeit einiges ab. Fahrgäste weichen während der Bauarbeiten verstärkt auf das Öffi-Netz der Wiener Linien aus. Besonders die U1 ist dabei eine wichtige Alternative. Am Wiener Hauptbahnhof sorgt das hohe Fahrgastaufkommen allerdings manchmal für Probleme.

Donnerstag (1.10.) sorgte eine Ticketkontrolle für lange Menschenschlangen und ein Gedränge bei der U1, berichtet ein Leser. Ausgerechnet während des morgendlichen Berufsverkehrs riegelten Kontrollore die U1-Zugänge für eine Ticketkontrolle ab.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Fahrgäste gestapelt"

"Hinter den Rolltreppen haben sich die Fahrgäste gestapelt und in die andere Richtung ging auch nichts mehr", so der betroffene Fahrgast. Fotos zeigen zahlreiche Fahrgäste, die sich im Bereich der Ticketkontrolle stauen.

S-Bahn-Sanierung

"Sind umfangreiche Ticketkontrollen während der Hauptverkehrszeit am Hauptbahnhof überhaupt notwendig", fragt sich der Wiener. Die S-Bahn-Sperre verlange Pendlern ohnehin viel ab. Seit 7. September läuft die zweite große Bauphase der Sanierung der Wiener S-Bahn-Stammstrecke zwischen Praterstern und Hauptbahnhof, bis Oktober 2027 fahren keine Züge.

"Kontrollen aus Fairness notwendig"

"Fahrscheinkontrollen finden im gesamten Netz der Wiener Linien und zu unterschiedlichen Tageszeiten statt", erklärt eine Sprecherin der Wiener Linien auf "Heute"-Anfrage. "Auch an stark frequentierten Stationen sind sie erforderlich, um Fairness gegenüber jenen Fahrgästen sicherzustellen, die ordnungsgemäß mit gültigem Ticket unterwegs sind. Dennoch kann es vereinzelt zu kurzfristigen Verdichtungen kommen, die sich jedoch sehr rasch wieder verlaufen."

"Sperre fordert ganzes Netz"

Eine Sperre dieser Größenordnung fordere das gesamte Öffi-Netz – die ersten Wochen haben jedoch gezeigt: "Wir sind gut vorbereitet und unsere U-Bahnen und Straßenbahnen haben mit dem erarbeiteten Alternativkonzept genügend Kapazitäten, um die zusätzlichen Fahrgäste aufzunehmen."

pet,02.10.2026, 06:15