Ihm gelang etwas, was danach kein anderer österreichischer Künstler erreichte: Falco schaffte es mit seinem Kult-Hit "Rock Me Amadeus" auf Platz 1 der US-Charts. Genau 40 Jahre später erscheint die Doku "Falco – Forever Number One" am 6. März auf ORF1 (20.15 Uhr).
Regisseur Patrick Hibler zeichnet anhand zahlreicher Gespräche mit Weggefährten ein intimes Porträt des "Falken" – und geht der Frage nach, warum die Kunstfigur und dessen Musik immer wieder von neuen Generationen entdeckt werden.
Selbst Fans erfahren im Film Neues über den 1998 verstorbenen Superstar. So gibt etwa sein Vater Alois Hölzel, der seinen Sohn um fast 20 Jahre überlebt hat, eines seiner seltenen Interviews. "Ich muss ehrlich gestehen, ich war kein Fan von ihm. Mir hat die Musik nicht gefallen, ich hab’s nicht verstanden. Ich bin mit der Marschmusik aufgewachsen", gibt er zu.
Dass er die Familie verlassen hat, als Falco, damals noch Hans Hölzel, 11 Jahre alt war, habe seinem Sohn womöglich sogar geholfen, sinniert er in der Doku. "Ich bin bis heute nicht klug daraus geworden, ob ich was verändern hätte können, wenn ich mich mehr um ihn gekümmert hätte. Ein bisserl mehr hätt’s vielleicht schon sein können. Ich bin wirklich überzeugt, er wäre nicht Falco geworden, wenn ich da gewesen wäre."
Neben vielen Wegbegleitern kommt auch Journalistin Elisabeth Sereda zu Wort. 1984, lange bevor sie Hollywood-Reporterin wurde, lernte sie Falco kennen und verliebte sich. Sie war erst 19, Ö3-Redakteurin und traf den Superstar, als "Junge Römer" gefloppt war und er in einer tiefen Krise steckte. Sie bestärkt ihn damals, in den Niederlanden neue Songs aufzunehmen, darunter etwa seinen Hit "Jeanny".
"Er war ein entzückender Mensch, der seine Unsicherheiten gezeigt hat. Das machte ihn noch liebenswerter", verrät sie. Dass "Rock Me Amadeus" die US-Spitze erklomm, "hat ihm furchtbare Angst gemacht". Der Musiker wusste: "Das werde ich nie wieder erreichen. Er hat das selbst verursacht, dass es sein einziger Nummer-1-Hit in Amerika blieb." Falco selbst wird in der Doku ernst: "Ich war gar nicht gut drauf, als ich hörte Nummer 1 in Amerika, weil ich wusste, was das für eine Belastung ist. Ich habe fast fünf Jahre gebraucht, um das wieder loszuwerden."