In der stillsten Zeit des Jahres hatte Patrick M. (31) in der Justizanstalt Graz-Jakomini viel Zeit zum Nachdenken. Der Verdächtige sitzt wegen Mordverdachts ein, soll im November 2025 seine Ex-Freundin Stefanie P. in Graz getötet haben – angeblich, weil sie mit ihm Schluss machen wollte.
In der Haft soll der Gelegenheitskellner nun alles bitter bereuen. Die Rekonstruktion am Tatort in Graz-Geidorf setzte dem 31-Jährigen stark zu, brachte schlimmste Erinnerungen wieder ans Licht. "Es war ein Horror, wieder dort zu sein", soll er danach erklärt haben.
Vor dem unscheinbaren Mehrparteienhaus in Graz hatte sich am 19. Dezember ein Großaufgebot der Polizei versammelt. Patrick M. war mit grauer Jogginghose und einer schwarzen Kapuzenjacke erschienen. Sein Gesicht hatte er vollständig verborgen. Es folgten schaurige Szenen. Mehrere Stunden lang soll der 31-Jährige Ermittlern in der Wohnung beschrieben haben, wie der blutige Vorfall abgelaufen war. "Es gibt aber noch kein Protokoll", so die Wiener Star-Anwältin Astrid Wagner.
Bei dem Gewaltexzess dürften Suchtgift und Alkohol eine Rolle gespielt haben. "Mein Mandant stand offenkundig unter dem Einfluss von Substanzen, er litt an Realitätsverzerrung und Enthemmung", so Wagner. "Er möchte alles wieder ungeschehen machen." Doch alle Tränen der Welt bringen Influencerin Stefanie nicht wieder zurück ins Leben. Patrick M. steht jetzt im Häf'n unter Beobachtung, wird psychologisch betreut.
Laut Ermittlungen war die steirische Influencerin in ihrer Wohnung erwürgt worden. Bei der Obduktion wurden außerdem angeblich Spuren von Schlägen und ein Messerstich am Hals festgestellt. Der Verdächtige soll die Leiche in einen ihrer eigenen Koffer gepackt haben. Dann fuhr er mit der Toten am Rücksitz nach Slowenien, wo er angeblich Stefanies Überreste verscharrte. Noch heuer soll Patrick M. vor Gericht stehen – die Unschuldsvermutung gilt!