Zu Halloween darf es ja ruhig auch ein bisserl blutiger sein. Doch Julia Fox hat diesmal vielleicht ein klein wenig übertrieben.
Die Schauspielerin und It-Girl, die schon durch ihre wilden Outfits Schlagzeilen machte, erschien zu Halloween im blutverschmierten pinkfarbenen Kostüm von Jackie Kennedy. Jenem ikonischen Chanel-Ensemble, das die First Lady trug, als ihr Mann, US-Präsident John F. Kennedy, 1963 in Dallas erschossen wurde.
Das Original war damals von echtem Blut getränkt. Dem Blut ihres ermordeten Ehemanns. Jackie Kennedy weigerte sich, sich nach der Tat umzuziehen, und sagte den legendären Satz: "Ich will, dass sie sehen, was sie getan haben."
Julia Fox tauchte bei der Party nun ebenfalls mit Blutflecken auf dem Kostüm auf. Zu viel? Oder will sie damit etwas sagen? Genau darauf berief sich jetzt Julia Fox. Auf Instagram erklärte sie: "Ich bin verkleidet als Jackie Kennedy im pinkfarbenen Dress. Nicht als Kostüm, sondern als Statement."
Sie wolle mit ihrer Verwandlung auf den schmerzhaften Kontrast zwischen "Schönheit und Schrecken, Anmut und Verzweiflung" aufmerksam machen. Doch vielen ging das deutlich zu weit.
Jack Schlossberg, der einzige Enkel von JFK und Jackie, reagierte empört. Auf X schrieb er: "Julia Fox’ Verherrlichung politischer Gewalt ist widerlich, verzweifelt und gefährlich. Ich bin sicher, meine verstorbene Großmutter hätte dem zugestimmt."
Damit trifft der Kennedy-Erbe einen Nerv: Viele Fans empfinden Fox’ Auftritt als geschmacklos und pietätlos, zumal die Rekonstruktion eines der dunkelsten Kapitel der US-Geschichte als Halloween-"Look" daherkommt.
Julia Fox aber bleibt dabei: Sie wollte kein Schockkostüm, sondern eine künstlerische Provokation. Ob das Kunst oder einfach nur Kälte war, darüber streitet nun das Netz.