In vielen Gemeinden Österreichs sorgen Gebührenerhöhungen für Ärger. Zuletzt auch in Traun. Dort greift die SPÖ in einem Facebook-Posting die ÖVP von Bürgermeister Karl-Heinz Koll frontal an.
Eine Familie habe sich gemeldet. "Statt 177,20 € zahlen sie jetzt 215,60 € für Kindergarten und Mittagessen für 1 Kind – das ist eine Erhöhung um rund 22 %!", rechnen die Roten vor. 132 Euro kostet der Besuch, das Essen schlägt mit 83,60 Euro (22 mal 3,8 Euro) zu Buche.
Das sei eine "massive Belastung". Der Trauner Bürgermeister zweifelt den Vergleich im "Heute"-Gespräch an. Es könne schon alleine wegen einer anderen Anzahl an Wochentagen im September des Vorjahres und heuer eine andere Zahl herauskommen.
Außerdem betont der Stadt-Chef: "Wir gehören trotz der Gebührenerhöhung zu den günstigsten im ganzen Bezirk."
In Wien hatte eine Debatte um den seit 2009 bestehenden beitragsfreien Kindergarten für Aufregung gesorgt, weil die Stadt mit einem massiven Budgetdefizit kämpft. Ein Antrag der Die Grünen Wien auf verbindliche Absicherung scheiterte im Gemeinderat – die Regierungsparteien SPÖ Wien und NEOS Wien erklärten, man befinde sich noch im Budgetprozess und könne keine endgültige Garantie abgeben.
Doch nun hat die Stadtregierung klargestellt: Im Budget für 2026 bleibt der Kindergarten‑Besuch kostenlos – die Beitragsfreiheit steht "nicht zur Debatte".
Dennoch bleibt für Eltern eine Unsicherheit, wie lange dieses Versprechen hält: Kritiker warnen, dass ab 2026 oder später eine sozial gestaffelte Variante eingeführt werden könnte – also: gratis nur für bestimmte Einkommensgruppen.