Behörden sind begeistert

Familienvater findet riesigen Römerschatz in Acker

Ein deutscher Hobby-Schatzsucher hat mit einer Metallsonde einen sensationellen Fund gemacht: 934 antike Silbermünzen lagen unter einem Acker.
Newsdesk Heute
23.09.2026, 20:42
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Es ist der Traum jedes Hobby-Schatzsuchers: Ein Familienvater war auf einem Acker bei Wesseling südlich von Köln mit seiner Metallsonde unterwegs, als das Gerät plötzlich anschlug. Er fand eine Silbermünze nach der anderen – und hörte nicht auf zu suchen.

Selbst als Oliver Riedl bereits 15 Münzen geborgen hatte, gab sein Metalldetektor keine Ruhe. "Für mich war klar, dass hier etwas Größeres im Boden liegt", sagte er. Doch statt selbst weiterzugraben, informierte er die zuständigen Behörden.

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Wie die "dpa" berichtet, gruben die Archäologen daraufhin nicht weniger als 934 römische Denare aus Silber aus dem Boden. Zusammen wiegen die Münzen mehr als drei Kilogramm. Es ist der größte Münzschatz aus der Zeit von Kaiser Hadrian, der je in Deutschland gefunden wurde – weltweit sogar der fünftgrößte.

Sechs Jahre Soldatengehalt

Die Experten gehen davon aus, dass der Schatz im 2. Jahrhundert nach Christus absichtlich vergraben wurde. Ein römischer Legionär verdiente damals 300 Denare im Jahr, wovon die Hälfte für Essen und Ausrüstung abgezogen wurde. Er hätte also rund sechs Jahre sein gesamtes verfügbares Geld sparen müssen, um diese Summe anzusammeln.

Der Materialwert der Münzen beträgt nur etwas mehr als 6.000 Euro. Der wissenschaftliche Wert ist jedoch immens. Die älteste Münze stammt sogar noch aus dem Jahr 148 vor Christus – sie war bereits über 270 Jahre alt, als sie vergraben wurde.

Finder erhält Belohnung

Warum hat der Römer damals so viel Geld versteckt? "Wir können über die Beweggründe nur spekulieren", sagt der Landesarchäologe. "Aber sehr wahrscheinlich wollte jemand dieses Geld sicher aufbewahren. Denn Banken gab es damals noch nicht."

Die Münzen waren ursprünglich in einem mit Stroh ausgepolsterten Keramiktopf vergraben. Der Schatz wird nun erstmals im LVR-Landesmuseum in Bonn gezeigt. Der Finder Riedl erhält für sein vorbildliches Verhalten eine Belohnung vom NRW-Heimatministerium.

red,23.09.2026, 20:42
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