Studie enthüllt:

Fast jeder zweite Tatverdächtige kommt aus dem Ausland

Laut dem aktuellen statistischen Jahrbuch "Migration & Integration" 2026 sind 47,7 % aller Tatverdächtigen in Österreich Ausländer.
Newsdesk Heute
12.09.2026, 16:00
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Das aktuelle statistische Jahrbuch "Migration und Integration" von der Statistik Austria und dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) sorgt ordentlich für Wirbel. Besonders die Kriminalitätsstatistik ist besorgniserregend.

Demnach wurden im Jahr 2025 345.100 Tatverdächtige von der Polizei gefasst. Fast jeder Zweite hatte keinen österreichischen Pass (47,7 Prozent). Davon waren 30,6 Prozent auch in Österreich wohnhaft. Im Jahr 2020 lag der Anteil von tatverdächtigen Ausländern noch bei 39,5 Prozent.

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Die Zahlen im Detail

Auch bei den Verurteilungen war dieser Trend spürbar. So wurden 2025 insgesamt 0,2 Prozent der strafmündigen österreichischen Staatsbürger rechtskräftig verurteilt. Bei ausländischen Staatsangehörigen fiel die Quote mit 0,7 Prozent höher aus. Im Vergleich zu 2020 wurde jedoch ein leichter Rückgang verzeichnet. Damals wurden 0,8 Prozent der strafmündigen Ausländer rechtskräftig verurteilt. Im Zeitraum zwischen 2020 und 2025 erfolgte ebenfalls ein Rückgang bei der Kriminalitätsbelastung durch Nicht-EU-Staatsangehörige. Bei EU-Bürgern blieb der Wert hingegen gleich.

Betrachtet man die Statistik genauer so waren 2025 46,9 Prozent der Verurteilten keine österreichischen Staatsbürger. Davon kamen 4,2 Prozent aus den EU-Staaten vor 2004, EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich. Weitere 7,9 Prozent waren Bürger der EU-Beitrittsstaaten ab 2004, während 8,1 Prozent den EU-Beitrittsstaaten ab 2007 angehörten. Ganze 7,4 Prozent stammten aus Ländern des ehemaligen Jugoslawiens, 3,1 Prozent aus der Türkei und 7,2 Prozent aus Afghanistan, Syrien sowie dem Irak. Die restlichen 9,1 Prozent bezogen sich auf Drittstaatsangehörige sowie Personen ohne Pass.

Jugendkriminalität nimmt zu

Bei den Neuinhaftierten lag der Ausländeranteil 2025 bei 59,9 Prozent. Diese Quote ist so hoch, da hier auch Untersuchungshäftlinge hinzugezählt wurden. Die Untersuchungshaft wird bei ausländischen Tatverdächtigen aufgrund der Fluchtgefahr häufiger verhängt als bei österreichischen Staatsbürgern. Zum Jahresbeginn 2026 waren 0,06 Prozent der österreichischen Bevölkerung in Haft. Bei Nicht-Staatsbürgern waren es 0,28 Prozent. Am höchsten lag die Haftquote bei Angehörigen afrikanischer Staaten (1,07 Prozent).

Besonders erschreckend ist auch die Zunahme bei der Kriminalitätsbelastung durch Jugendliche und junge Erwachsene. Aus der Gruppe der 18- bis 20-jährigen Österreicher wurden 2025 0,5 Prozent rechtskräftig verurteilt. Bei den Ausländern lag der Wert bei 1,4 Prozent.

Ausländer auch häufiger Opfer

Laut der Statistik zeigt sich allerdings auch ein Anstieg bei Opfern aus dem Ausland. 2025 stieg der Wert auf 36,6 Prozent. Im Jahr 2020 waren es noch 31,9 Prozent. Bei einem Bevölkerungsanteil von 20,3 Prozent wurden Ausländer somit fast doppelt so häufig durch Straftaten geschädigt wie die Gesamtbevölkerung.

Besonders häufig traf es Personen aus afrikanischen Ländern, Afghanistan, Syrien und dem Irak. Aber auch die Opferbelastung bei EU-Staatsangehörigen stieg 2025 im Vergleich zu 2020 um 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte an. Bei türkischen Staatsangehörigen nahm die Quote um 0,3 Prozent zu.

red,Akt. 12.09.2026, 16:03, 12.09.2026, 16:00