Beim großen AK-Test mussten acht Laufräder für Kinder ab 1,5 beziehungsweise 2 Jahren zum Härtetest antreten. Gemeinsam mit einem Sachverständigen wurden Modelle unter 100 Euro genau unter die Lupe genommen – mit teils überraschenden Ergebnissen.
Schon beim Zusammenbau gab es große Unterschiede: Während die Modelle von BabyOne und Keebike mit einfacher Montage punkteten, fiel das Laufrad von XXXLutz komplett durch. Der Rahmen musste laut AK sogar mit Säge und Feile nachbearbeitet werden – ohne zusätzliches Werkzeug war der Aufbau gar nicht möglich. Dafür setzte es ein glattes "Nicht genügend".
Für den Test wurden die Räder dann mit 50 Kilogramm belastet und eine Stunde lang auf einem Laufband gefahren. Brisant: Beim Test brach bei einem Laufrad von Baby Walz die Felge an der Vorderachse. Das Modell konnte danach nicht einmal mehr weiter geprüft werden.
Beim sogenannten Kippspiel – also dem Spielraum zwischen Achse und Rädern – schnitten Hauck, Hudora, Puky, Chicco und My Baby Lou am besten ab. Das Spiderman-Laufrad von Smyths Toys kassierte hingegen die schlechteste Bewertung.
Bei der Fallprobe löste sich dort außerdem die Gummiabdeckung am Lenker komplett, wodurch blankes Metall zum Vorschein kam – ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Den Gesamtsieg holten sich die Modelle von Hauck und Hudora. Positiv: Selbst das günstigste getestete Laufrad um 35,20 Euro erhielt noch die Gesamtnote "Gut". Laut AK muss ein gutes Laufrad also nicht zwangsläufig teuer sein.
Die Konsumentenschützer raten Eltern trotzdem, beim Kauf genau hinzusehen. Entscheidend seien die richtige Größe, ein möglichst geringes Gewicht und gut geschützte Griffe. Außerdem sollte das Kind mit beiden Fußsohlen den Boden erreichen und Sattel sowie Lenker verstellbar sein. Wer oft auf Schotter oder Waldwegen unterwegs ist, greift laut AK besser zu einem Modell mit Luftreifen statt Kunststoffreifen.
Den ganzen Test der AK gibt es hier.