Die Aussprache

Ferrari-Boss macht nach Krisengipfel mit Fahrern Ansage

Bei Ferrari krachte es am Rennwochenende von Mexiko gewaltig. Nun folgte am Donnerstag die Aussprache mit eiden Piloten.
08.11.2026, 06:00
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Nach dem Krach zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc hat Ferrari die Notbremse gezogen! Teamchef Fred Vasseur bestellte seine beiden Formel-1-Stars am Donnerstagabend in Sao Paulo zum Krisengespräch. Nach den heftigen Spannungen beim Mexiko-Grand-Prix sollte endlich wieder Ruhe bei der Scuderia einkehren.

Auslöser war eine brenzlige Szene beim Rennen in Mexiko. Hamilton und Leclerc duellierten sich bereits in der ersten Runde in Kurve vier und gerieten neben die Strecke. Leclerc kehrte über das Gras vor seinem Teamkollegen zurück, was ihm eine Fünf-Sekunden-Strafe einbrachte. Anschließend kritisierte Hamilton die Situation öffentlich und sprach von "großen Problemen", die das Team nun habe. Bereits im September waren die beiden Ferrari-Piloten in Monza aneinandergeraten.

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Vasseur fordert "Respekt"

Vasseur machte nach dem Krisentreffen deutlich, dass er keine weiteren Streitigkeiten dulden werde. "Es war gut, darüber zu diskutieren und meine sowie ihre Positionen zu klären", sagte der Franzose. Gleichzeitig stellte er klar: "Jetzt schlagen wir ein neues Kapitel auf." An den internen Regeln werde sich trotz des Konflikts nichts ändern.

Vor allem eine Botschaft richtete der 58-Jährige unmissverständlich an seine Fahrer. Hamilton und Leclerc müssten "sich gegenseitig respektieren". Noch wichtiger sei aber der Respekt gegenüber Ferrari: "Vor allem aber müssen sie die Marke, das Team, die Mitarbeiter zu Hause und an der Rennstrecke respektieren." Für Vasseur steht fest: An erster Stelle kommt die Scuderia.

Leclerc: "Alles vollständig geklärt"

Auch Leclerc zeigte sich nach der Aussprache erleichtert. "Es war wirklich gut, dass wir alle gemeinsam gesprochen haben." Nach einer "verrückten Woche", in der er erstmals Vater geworden war, habe zuvor die Zeit für eine Aussprache gefehlt. "Ich denke, es war nötig, über alles zu sprechen, was noch offen war, oder über den verbliebenen Frust. Jetzt habe ich das Gefühl, dass alles vollständig geklärt ist."

Sportlich wartet allerdings schon das nächste Problem auf Ferrari. Im zweiten Freien Training in Brasilien landete Hamilton nur auf Platz sechs, Leclerc wurde Siebenter. Beide klagten über die schlechte Balance ihres Autos. "Es war ein sehr, sehr schwieriger Freitag", erklärte Leclerc. Das Fahrgefühl sei eines der schlechtesten der gesamten Saison gewesen. Nach dem Krisengipfel müssen die Ferrari-Stars nun auch auf der Strecke wieder zueinanderfinden.

red, 08.11.2026, 06:00
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