Rapid absolvierte in der ausgedehnten Länderspielpause am Samstag einen Test in Venedig. Die Hütteldorfer verloren 0:1. Für Aufregung sorgt im Nachgang der Italien-Reise aber nicht die sportliche Leistung des Bundesliga-Tabellenführers.
Der Hintergrund des Freundschaftsspiels? Die Klubs Rapid und Venzia verbindet eine 26-jährige Fanfreundschaft. Mit großen Choreos und Social-Media-Postings wurde der Ausflug in den Süden von den Grün-Weißen zelebriert.
Am Tag danach tauchten in Fan-Foren aber erste Gerüchte auf. Auf der Homepage der Rapid Ultras kam dann tatsächlich eine brisante Stellungnahme. Dort ist unter dem Titel "Vorfall in Venedig" zu lesen: "Der gestrige Samstag hat für uns erhebliche Folgen."
Weiter: "Als wir nach Ende des Spiels und den Feierlichkeiten in Venedig zu unseren Autos zurückkehrten, war eines davon aufgebrochen. Durch die eingeschlagene Scheibe wurde der Kofferraum geöffnet und unser Besuchsfetzn sowie ein UR & Gate 13 Jubiläumsfetzn entwendet. Wir wissen im Moment weder, wer für diesen Einbruch verantwortlich ist, noch wie unser Weg in Zukunft aussehen wird."
Die Ultras Rapid wurden 1988 gegründet und tonangebend unter der organisierten Fan-Szene bei Österreichs größtem Publikumsmagneten im Sport.
Im Statement schreibt die Gruppierung selbst von einer unklaren Zukunft. Der Verlust des sogenannten "Fetzns" gilt in der Ultras-Szene als Schande für die geschädigte Gruppierung. Ob der Verlust des "Besuchsfetzn" und des angesprochenen "Jubiläumsfetzn" im ungeschriebenen Ultras-Ehrenkodex Grundlage für eine Auflösung sein könnten, ist unklar.
Im Netz kursieren dazu weitere unbestätigte Gerüchte.