Österreich hält nach Siegen gegen Israel und den Kosovo (beide 3:1) bei sechs Punkten, am kommenden Donnerstag wartet in Dublin bereits das dritte Spiel in der Nations League B. Gegner ist Irland – und die Iren sorgten am Sonntag rund um ihr Duell mit Israel für Schlagzeilen, noch bevor der Ball rollte.
Schon vor dem Anpfiff in Debrecen setzten die irischen Spieler ein sichtbares Zeichen. Während der israelischen Hymne senkten sie ihre Köpfe, zudem lief die Mannschaft mit schwarzen Armbinden auf. Diese sollten nach Angaben aus dem irischen Lager an alle Todesopfer des Gaza-Konflikts erinnern. Auf die üblichen Handschläge mit den israelischen Spielern wurde ebenfalls verzichtet.
Bereits im Vorfeld hatte es Diskussionen um die Austragung gegeben. Irlands Torhüter Gavin Bazunu zog sich aus dem Kader zurück und begründete seine Entscheidung damit, wegen des Gaza-Konflikts nicht gegen Israel spielen zu wollen. Die irische Mannschaft hatte laut dem vorliegenden Bericht sogar über einen gemeinsamen Boykott beraten, entschied sich letztlich aber für die Teilnahme. Schon im Juli hatte der irische Verband nach einer Abstimmung bestätigt, die Nations-League-Spiele gegen Israel auszutragen.
Auch sportlich sorgten die Iren in Debrecen früh für Aufsehen. Troy Parrott, Adam Idah und Jack Moylan trafen innerhalb von elf Minuten und brachten Irland bereits nach 25 Minuten mit 3:0 in Führung. Moylan hielt bei seinem Torjubel seine schwarze Armbinde in Richtung der israelischen Fans und küsste sie.
Für Ralf Rangnick und sein ÖFB-Team richtet sich der Blick nun nach Dublin. Nach dem 3:1 gegen Israel und dem 3:1 gegen den Kosovo wartet dort am Donnerstag der nächste Gruppengegner.