19 Jahre und eiskalt

ÖFB-Debütant: "Kann mich mittlerweile kontrollieren"

Österreich feiert seinen blutjungen Goalie-Debütant Christian Zawieschitzky. Beim 3:1-Sieg über den Kosovo blieb er im Wiener Prater ganz cool.
Sport Heute
28.09.2026, 07:06
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Christian Zawieschitzky feierte beim 3:1 gegen den Kosovo ein starkes Debüt im ÖFB-Tor, schrieb mit 19 Jahren Geschichte – und blieb selbst bei einer Rudelbildung nach dem Gegentor völlig cool. Sein besonderes Trikot bekommt nach dem Spiel nicht etwa ein Gegner, sondern seine Mama.

Ein Länderspiel-Debüt mit 19 Jahren, 47.000 Fans im Wiener Happel und gleich ein Sieg: Für Christian Zawieschitzky wurde der Sonntag zu einem Abend, den er so schnell nicht vergessen wird.

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Beim 3:1 gegen den Kosovo stand der Teenager erstmals im Tor der österreichischen Nationalmannschaft und wurde damit zum jüngsten ÖFB-Teamgoalie seit 81 Jahren. Noch vor wenigen Monaten hatte er die Spiele der Mannschaft nur von der Tribüne aus verfolgt.

"Das war was sehr Aufregendes für mich. Vor ein paar Monaten war ich noch als Zuschauer da. Und dass ich dann im gleichen Jahr noch mein Debüt feiern darf, ist was sehr Spezielles. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen", sagte Zawieschitzky nach seinem Einstand.

Nervosität war dem Debütanten auf dem Platz kaum anzumerken. Österreich kontrollierte die Partie über weite Strecken, ging durch David Affengruber in der 23. Minute in Führung. Junior Adamu erhöhte unmittelbar vor der Pause nach einem starken Konter auf 2:0 (45.+2), "Joker" Carney Chukwuemeka sorgte kurz nach seiner Einwechslung für das 3:0 (61.).

Zawieschitzky mit starkem Reflex

Als der Kosovo nach der Pause gefährlicher wurde, war Zawieschitzky zur Stelle. In der 51. Minute parierte er einen Kopfball von Vedat Muriqi an der zweiten Stange spektakulär mit dem Fuß und verhinderte damit den Anschlusstreffer.

Der 19-Jährige präsentierte sich auch sonst so, wie er sich selbst beschreibt: ruhig. "Ich bin eher ruhiger. Mittlerweile kann ich mich kontrollieren, was Emotionen angeht", erklärte der Neo-Teamgoalie.

Wie cool er tatsächlich ist, zeigte sich ausgerechnet nach dem einzigen Gegentor.

Nachdem Affengruber einen Elfmeter verursacht hatte, traf Edon Zhegrova in der 83. Minute vom Punkt zum 1:3. Danach wollten die Kosovaren schnell an den Ball kommen. Zawieschitzky hatte allerdings andere Pläne.

Ball einfach unters Leiberl

"Die wollten den Ball haben. Dann habe ich mir gedacht: Wo gebe ich ihn jetzt am besten hin? Dann habe ich ihn einfach unters Leiberl gegeben", erzählte der Keeper grinsend.

Die Aktion löste prompt eine kleine Rudelbildung aus. Zawieschitzky selbst ließ sich davon nicht beeindrucken. Seine Begründung: "Ich habe die Regel so im Kopf, dass es mein Tor ist, deswegen habe ich den Ball gehalten."

Eine Szene, die zu seinem gesamten Debüt passte: unaufgeregt, selbstbewusst, abgeklärt.

Mit dem 3:1 feierte Österreich den zweiten Nations-League-Heimsieg innerhalb weniger Tage und blieb zum 16. Mal in Folge vor eigenem Publikum ungeschlagen. Für Zawieschitzky war das Ergebnis aber nur ein Teil eines ganz besonderen Abends.

Und auch über den Verbleib seines historischen Debüt-Shirts hatte sich der 19-Jährige während der Partie bereits Gedanken gemacht.

Ein Tausch mit einem Kosovo-Star? Fehlanzeige. "Ich werde es wahrscheinlich meiner Mama geben."

red,28.09.2026, 07:06
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