Wirbel beim Sprint-Qualifying der Formel 1 in Singapur! Ein Fehler in der Rennleitung hat für ungleiche Bedingungen auf der Strecke gesorgt. Die FIA räumt ein, dass einige Fahrer dadurch benachteiligt worden sein könnten. Es war von "Menschlichem Versagen" die Rede.
Das Problem trat im ersten Abschnitt des Sprint-Qualifyings (SQ1) auf. Nach einer von Sergio Perez ausgelösten Roten Flagge wurde der Überholmodus (Overtake Mode) nicht, wie vorgesehen, wieder freigeschaltet. Damit fehlte den Piloten zeitweise zusätzliche Motorleistung.
Besonders kurios: Als die Rennleitung den Fehler bemerkte, wurde der Überholmodus für gerade einmal 27 Sekunden aktiviert – und anschließend erneut abgeschaltet. Je nachdem, wann und wo die Fahrer ihre schnelle Runde absolvierten, hatten sie damit unterschiedliche Voraussetzungen.
Die FIA spricht in einer Stellungnahme von einem "bedauerlichen menschlichen Versagen". Dieses habe "die Leistung bestimmter Fahrzeuge beeinflusst". Gleichzeitig stellt der Weltverband klar, dass die Panne nichts mit den ebenfalls aufgetretenen Problemen bei der Zeitmessung zu tun hatte. Nach dem ersten Sprint-Qualifying-Abschnitt war die Session lange wegen dieser Probleme unterbrochen worden.
Carlos Sainz, der sich nur auf dem letzten Platz qualifizierte, behauptet, durch den Fehler sechs Zehntelsekunden verloren zu haben. Auch Lawrence Stroll sieht seinen Sohn Lance benachteiligt. Er spricht von einem Zeitverlust von einer halben Sekunde. Und auch Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane meinte im "ORF", der ebenso als 17. ausgeschiedene Arvid Lindblad sei durch den Fehler benachteiligt worden.
Wie stark die Panne das Ergebnis tatsächlich beeinflusst hat, bleibt offen. Fest steht: Die beiden folgenden Abschnitte SQ2 und SQ3 waren laut FIA nicht betroffen. Für die Fahrer, die bereits in SQ1 ausschieden, kommt diese Klarstellung allerdings zu spät.