Das stört ihn

"Fiasko für den Fußball": Hoeneß rechnet mit WM ab

Bayern-Patriarch Ulrich Hoeneß ist überhaupt kein Fan der diesjährigen WM und erklärt auch warum.
Sport Heute
20.06.2026, 05:27
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Uli Hoeneß hat mit deutlichen Worten gegen die WM 2026 ausgeteilt. Während Millionen Fans das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko verfolgen, sieht der Ehrenpräsident des FC Bayern eine gefährliche Entwicklung im Weltfußball.

"Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird", sagte der 74-Jährige in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Besonders die hohen Ticketpreise stoßen Hoeneß sauer auf. "2.000 Dollar für ein Finalticket mittlerer Kategorie – wo soll das enden?", fragte der Bayern-Patron. Zwar sei er nie ein Gegner der Kommerzialisierung gewesen, "aber nicht in dieser extremen Form". Er wolle ein solches System nicht auch noch durch den Kauf von Eintrittskarten unterstützen.

Schon vor dem Turnier hatte Hoeneß die Preisgestaltung der FIFA kritisiert. Seine Sorge: Die Weltmeisterschaft entwickle sich zunehmend zu einer Veranstaltung für Wohlhabende. Ein WM-Finale dürfe nicht mit dem Super Bowl vergleichbar sein, betonte der ehemalige Bayern-Manager.

Als Beispiel verwies Hoeneß auf die NFL, wo laut seinen Angaben Logenplätze für das Endspiel bis zu 1,5 Millionen Dollar kosten können. Fußball müsse dagegen für alle Bevölkerungsschichten leistbar bleiben.

Beim FC Bayern sei das ein wichtiges Prinzip. Hoeneß verweist regelmäßig auf die vergleichsweise günstigen Jahreskarten in München. "Auch ihnen gehört der Fußball", hatte er bereits in der Vergangenheit betont. Niemand sollte für einen Stadionbesuch auf Urlaub oder andere wichtige Ausgaben verzichten müssen.

WM26
Sport-Newsletter

KostenlosImmer aktuellAlle WM-NewsJetzt anmelden

Selbst eine kostenlose Unterkunft konnte Hoeneß nicht von einer Reise zur WM überzeugen. Nach eigenen Angaben wurde ihm angeboten, während des Turniers gratis in einem Haus in Florida zu wohnen.

Doch das Angebot lehnte er ab. "Ich hatte überhaupt keine Lust, zu dieser WM zu reisen", erklärte Hoeneß. Als er dann auch noch den Standort der Unterkunft erfuhr, sei die letzte Motivation verschwunden. Der Grund: Das Haus befand sich nur wenige Minuten von Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago entfernt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.06.2026, 05:27
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen