Großes Lob für Österreich kurz vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft! FIFA-Experte Pascal Zuberbühler sieht die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick als einen der Geheimfavoriten des Turniers.
Der ehemalige Schweizer Nationaltorhüter ist bei der WM Teil der Technischen Studiengruppe der FIFA. Gemeinsam mit hochkarätigen Experten analysiert der 55-Jährige alle 104 Spiele des Turniers. Dem ÖFB-Team traut er dabei einiges zu.
"Ich sehe euch weit kommen", sagte Zuberbühler und verwies auf die klare Spielidee, die Kontinuität im Team sowie den starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Besonders beeindruckt zeigt sich der Ex-Goalie von der Handschrift Rangnicks. "Österreich hat eine gute Mannschaft, einen guten Trainer und eine gute Harmonie. Sie wissen genau, wie sie spielen wollen. Das ist ein großer Vorteil. Gegen solche Teams will man nicht spielen, die sind bretthart", erklärte der Schweizer.
Eine besondere Verbindung zu Österreich hat Zuberbühler ohnehin. Seine Mutter stammt aus der Steiermark, weshalb er die Entwicklung des Nationalteams seit Jahren aufmerksam verfolgt.
Mit Spannung blickt der FIFA-Experte vor allem auf das Duell mit Weltmeister Argentinien am 22. Juni. "Gegen Argentinien zu spielen, ist extrem geil. Das Stadion wird voll sein", meinte Zuberbühler. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass auch Lionel Messi und seine Teamkollegen unter enormem Druck stehen.
In der Vorrunde trifft Österreich außerdem auf Algerien und Jordanien. Für Zuberbühler ist klar: "Mit allem Respekt – das sind Mannschaften, die Österreich schlagen muss, wenn man weiterkommen will."
Der Schweizer freut sich besonders über die erstmals auf 48 Teams aufgestockte WM. Nationen wie Jordanien feiern dabei ihre Premiere auf der größten Fußballbühne der Welt. "Das macht den Fußball globaler. Ich freue mich fast am meisten auf die neuen Teilnehmer und ihre unterschiedlichen Spielideen", sagte Zuberbühler.
Als Trends des Turniers erwartet der FIFA-Experte vor allem intensives Pressing und neue Varianten bei Standardsituationen. Weniger begeistert zeigt er sich dagegen von den Trinkpausen bei Hitze. Diese würden laut Zuberbühler häufig für taktische Anweisungen genutzt und dadurch Überraschungsmomente im Spiel reduzieren.