In Oberösterreichs Kindergärten spitzt sich die Lage zu – und das gleich an mehreren Fronten. Während viele Einrichtungen schon beim täglichen Ablauf an ihre Grenzen kommen, steigen nun auch noch die Zahlen der Kinder mit Förderbedarf rasant an. In nur vier Jahren stiegen sie um satte 40 Prozent an. Allein heuer kamen 346 Kinder dazu.
Die SPÖ schlägt deswegen jetzt Alarm: "Die Kindergärten und Gemeinden stehen massiv unter Druck", warnt Bildungssprecherin Doris Margreiter. "Gerade in dieser entscheidenden Phase lassen sich die nachhaltigsten Entwicklungen erzielen – deshalb müssen Kinder die bestmögliche Förderung erhalten." Dafür brauche es aber auch die notwendigen Ressourcen.
Für die SPÖ ist klar: Die schwarz-blaue Landesregierung lässt die Gemeinden mit dieser Herausforderung allein. Während das Land für pädagogische Konzepte zuständig ist, müssen die Kommunen alles andere stemmen.
Bei Kindern mit Beeinträchtigung käme da einiges zusammen: Gruppen müssen verkleinert, speziell ausgebildete Pädagogen angestellt und barrierefreie Umbauten finanziert werden. Die SPÖ stellt klar: "Das Land behindert durch das finanzielle Ausbluten der Gemeinden auch das soziale Miteinander und die gelebte Inklusion vor Ort."
Für zusätzlichen Zündstoff sorgt eine Entscheidung des Landes, die Margreiter besonders kritisch sieht: Millionen fließen in den Neubau von Sonderschulen. Für sie ist das "ein Indikator dafür, dass das Problem auch noch größer wird". Ihr Fazit fällt entsprechend deutlich aus: "Inklusion darf keine Frage des Gemeindebudgets sein. Jedes Kind in Oberösterreich hat ein Recht auf bestmögliche Förderung."