Schlechte Nachrichten in einer wirtschaftlich schon sehr fordernden Zeit: Der sogenannte Elternbeitragsersatz soll in Salzburg wegfallen – das sieht eine Gesetzesnovelle vor, die aktuell im Land begutachtet wird. Ab September 2026 würde das Land damit keine Zuschüsse mehr zur Kleinkindbetreuung zahlen.
Um wie viel geht es? Monatlich sind das 40 Euro für Ganztages- und 20 Euro für Halbtagesbetreuung in öffentlichen Einrichtungen. Die ÖVP-FPÖ-Regierung argumentiert mit Einsparungen, doch der Widerstand wächst.
Cornelia Ernst von der Interessensgemeinschaft Kinderbetreuung kritisiert: "Die Einsparung signalisiert Eltern, dass ihre Bemühungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf nichts wert sind." Die Förderkürzung müsse direkt an die Eltern weitergegeben werden, so Ernst.
Auch der Gemeindeverband schlägt Alarm: Die Gemeinden könnten die fehlenden Landesmittel kaum ausgleichen. Es werde nun diskutiert, ob eine schrittweise Erhöhung der Elternbeiträge möglich wäre.
Die Begutachtungsfrist läuft noch bis 4. Dezember. Träger, Gemeinden und Eltern können bis dahin Einwände einbringen.
Private Betreuungseinrichtungen trifft es besonders hart: Ab 2027 sollen sie 360.000 Euro weniger Fördergeld erhalten. Für öffentliche Einrichtungen fehlen mehr als 1,3 Millionen Euro.