Fest am Wiener Prater

Firma von Wiener "Wiesn" ist pleite – 1,2 Mio. Schulden

Die frühere Veranstalterfirma des Wiener "Wiesn"-Festes ist insolvent. Laut AKV stehen rund 1,2 Millionen Euro Schulden bei vier Gläubigern offen.
Victoria Carina  Frühwirth
11.08.2026, 15:33
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Millionen-Pleite rund um einen bekannten Namen aus der Wiener Veranstaltungsszene: Über das Vermögen der "Wiesn" Veranstaltungs und Kultur GesmbH wurde am Dienstag beim Landesgericht St. Pölten ein Konkursverfahren eröffnet.

Jahrelanger Steuer-Streit mit Behörden

Das teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) in einer Aussendung mit. Die 2010 gegründete Firma war vor allem als Veranstalter des Wiener Wiesn-Festes bekannt. Dienstnehmer beschäftigt das Unternehmen laut den vorliegenden Unterlagen derzeit keine.

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Hinter der Insolvenz steckt offenbar eine ganze Reihe finanzieller Rückschläge. Als wesentlichen Grund nennt die Firma laut AKV eine "bereits seit mehreren Jahren andauernde steuerliche Auseinandersetzung mit den Abgabenbehörden".

Probleme mit Zahlungsvereinbarung

Im Zuge einer Betriebsprüfung waren Umsatzsteuerforderungen vorgeschrieben worden. Dagegen ging das Unternehmen rechtlich vor. Nach einer abweisenden Entscheidung des Bundesfinanzgerichtes wurde Revision beim Verwaltungsgerichtshof erhoben.

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Das Problem: Die Revision hat keine aufschiebende Wirkung. Weitere Zahlungsvereinbarungen kamen laut AKV letztlich ebenfalls nicht zustande. Die Firma sah sich deshalb gezwungen, einen Insolvenzantrag zu stellen.

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Mehrere Gründe für Insolvenz

Doch der Steuerstreit war offenbar nicht das einzige Problem. Der Alpenländische Kreditorenverband verweist auch auf einen "erheblichen Forderungsausfall" nach der Insolvenz eines Hauptkunden. Dazu kamen die Folgen der Corona-Pandemie, der Verlust des bisherigen Veranstaltungsstandortes und die Erkrankung des früheren Geschäftsführers.

Die Dimension der Pleite ist beträchtlich: Derzeit sind laut AKV vier Gläubiger betroffen, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Ganz ohne Vermögen ist die Firma allerdings nicht. In den Unterlagen werden werthaltiges Anlagevermögen, Bankguthaben und Markenrechte angeführt. Immobilien besitzt das Unternehmen nicht.

Ein Antrag auf Entschuldung wurde bisher nicht eingebracht. Kommt ein solcher auch im weiteren Verfahren nicht, muss der Insolvenzverwalter vorhandenes Vermögen bestmöglich verwerten.

Gläubiger können ihre Forderungen bis 6. Oktober anmelden, gibt der AKV bekannt. Die Prüfungstagsatzung ist für 20. Oktober angesetzt.

Die beliebte Kaiser Wiesn ist mit ihrem Fest von der Insolvenz nicht betroffen. Sie findet heuer wie geplant vom 24. September bis zum 11. Oktober zum fünften Mal auf der Kaiserwiese im Wiener Prater statt.

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 11.08.2026, 17:02, 11.08.2026, 15:33