Nach vielen Problemen mit Betrunkenen und herumliegenden "Alkoholleichen" – "Heute" berichtete, ist seit 7. Februar 2025 der Konsum von Alkohol am Franz-Jonas-Platz und in angrenzenden Bereichen in Wien-Floridsdorf verboten. Nun steht fest: Das Verbot bleibt. "Zahlreiche Rückmeldungen der Floridsdorferinnen und Floridsdorfer bestätigen meine eigene Beobachtung: Das Alkoholverbot hat zu einer deutlichen Verbesserung der Aufenthaltsqualität und einem erhöhten Sicherheitsgefühl geführt", erklärt Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ).
Auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zieht eine klare Linie: "Die Wiener Hausordnung gilt für alle und ist die Grundlage für das gute Zusammenleben in unserer Stadt. Klar ist: Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Es kann nicht sein, dass sich Einzelne über die allgemeinen Regeln in unserer Stadt hinwegsetzen und dadurch andere Menschen einschränken."
Kontrollen durch Polizei und Einsatzteam Wien sowie Sozialarbeit begleiteten die Maßnahme – mit Erfolg, wie die Stadt Wien sagt: Mussten in den ersten Wochen nach der Einführung des Alkoholverbots noch einige Dutzend Abmahnungen ausgesprochen, Organmandate und Anzeigen ausgestellt werden, sind in der Zwischenzeit sind kaum noch Verstöße und Übertretungen festzustellen, heißt es.
Das Alkoholverbot rund um den Bahnhof Floridsdorf ist nicht das erste in Wien. So gilt seit 2018 ein Alkoholverbot am Praterstern sowie ein Waffenverbot, das 2019 eingeführt wurde. Ähnliche Maßnahmen wurden auch in Favoriten umgesetzt, wo am Keplerplatz und Reumannplatz durch erhöhte Polizeipräsenz, Videoüberwachung und regelmäßige Kontrollen sowie die Einrichtung einer Waffenverbotszone die öffentliche Sicherheit merklich verbessert werden konnte.
Auch die Waffenverbots- und Schutzzone am Yppenplatz in Wien-Ottakring wurde nun um drei Monate bis inklusive 3. Mai 2026 verlängert. Ursprünglich hätte das Waffenverbot Anfang Februar 2026 auslaufen sollen.
"Die Wienerinnen und Wiener können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass wir die Regeln des guten Zusammenlebens konsequent durchsetzen. Nur so kann das Leben in einer Millionenstadt funktionieren – mit Respekt, Rücksichtnahme und entschiedenem Einschreiten dort, wo es notwendig ist", so der Stadtchef.