Für mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich gibt es ab 2027 finanziell gute Nachrichten. Die Bundesregierung erhöht das Pflegegeld in allen sieben Pflegestufen entsprechend der Inflation. Damit erhalten 508.897 Pflegegeldbezieher künftig mehr Geld.
SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann begrüßt die Entscheidung. "Die Menschen, die täglich pflegen, und jene, die auf Pflege angewiesen sind, verdienen unsere volle Unterstützung. Deshalb bin ich sehr froh darüber, dass es gelungen ist, die Pflegegeld-Erhöhung für 2027 abzusichern."
Nach ihren Worten leiste die Anpassung "einen wichtigen Beitrag zur sozialen Absicherung in unsicheren Zeiten."
Für die Inflationsanpassung des Pflegegeldes stellt der Bund laut Ministerium rund 120 Millionen Euro bereit. Trotz des beschlossenen Sparbudgets wird damit an der Valorisierung festgehalten.
Die Ausgaben dürften in den kommenden Jahren weiter steigen. Hintergrund ist die wachsende Zahl der Pflegegeldbezieher. Im Juni bezogen österreichweit bereits 508.897 Menschen Pflegegeld - rund 7.700 mehr als noch ein Jahr zuvor.
Der Großteil der Pflegegeldbezieher ist weiblich. Insgesamt beziehen 310.040 Frauen Pflegegeld, das entspricht knapp 61 Prozent aller Empfänger.
Den stärksten Zuwachs verzeichnete zuletzt die Pflegestufe 1. Die höchste und damit kostenintensivste Stufe 7 war hingegen die einzige, in der die Zahl der Bezieher deutlich zurückging.
Mit der Erhöhung ab 2027 soll die Kaufkraft des Pflegegeldes trotz steigender Lebenshaltungskosten erhalten bleiben.