Ein Startversuch mit einem Hängegleiter endete am Freitagnachmittag im Stubaier Gletscherschigebiet mit schweren Verletzungen. Ein 23-jähriger Deutscher krachte im felsigen Gelände gegen mehrere Felsbrocken.
Der in Innsbruck lebende Mann wollte gemeinsam mit einem 21-jährigen Landsmann auf der gesperrten, aber präparierten Piste Nr. 17 („Zufahrt Fernau“) mit einem Para- bzw. Hängegleiter abheben. Während der Jüngere seinen Versuch rechtzeitig abbrach, setzte der 23-Jährige seinen Start fort.
Mit seinen Freeride-Schiern fuhr er talwärts, um genügend Auftrieb zu bekommen. Dabei verließ er die Piste und geriet in einen steilen Hang. Aus noch ungeklärter Ursache gewann er jedoch nicht ausreichend an Höhe und prallte zunächst mit den Schiern gegen Felsen.
Anschließend krachte der Deutsche mit voller Wucht gegen mehrere große Felsbrocken. Er zog sich schwere Verletzungen an Füßen, Becken und Schulter zu.
Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt wurde der Verletzte von der Pistenrettung und der Alpinpolizei aus dem felsigen Gelände geborgen. Der Notarzthubschrauber "C1" brachte ihn in die Universitätsklinik Innsbruck. Die genaue Unfallursache ist noch unklar.