Schwere Vorwürfe erschüttern ein Gymnasium in Reutte (Tirol). Ein Lehrer soll sexuelle Handlungen mit einer minderjährigen Schülerin vorgenommen und dabei seine Stellung ausgenutzt haben. Der Mann verlor mittlerweile seinen Job, die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Ins Rollen gebracht wurde der Fall durch anonyme Hinweise aus dem Schulumfeld an den ORF Tirol. Während Direktor Christian Meßmer auf die Bildungsdirektion verwies, bestätigte diese lediglich die Suspendierung und anschließende Entlassung des Pädagogen. Zu den Hintergründen äußerte sich die Behörde nicht.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte schließlich Ermittlungen wegen "Ausnutzung eines Autoritätsverhältnisses". Die betroffene Schülerin war zum fraglichen Zeitpunkt zwischen 14 und 18 Jahre alt. Die sexuellen Handlungen sollen laut Ermittlern einvernehmlich gewesen sein. Der Vorwurf: Der Lehrer soll dabei seine Autoritätsposition missbraucht haben.
Aus dem Schulumfeld hieß es, der Mann sei nur noch wenige Jahre von der Pensionierung entfernt gewesen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu drei Jahre Gefängnis. Ob weitere Schülerinnen betroffen sein könnten, ist noch offen. Es gilt die Unschuldsvermutung.