Am Donnerstag nahm die Polizei den Schwerverkehr in ganz Tirol genau unter die Lupe. Zwischen 9 und 17 Uhr wurden insgesamt 221 Lkw und andere Schwerfahrzeuge kontrolliert – auf Autobahnen ebenso wie auf Bundes- und Landesstraßen.
Die Beamten überprüften unter anderem die Lenk- und Ruhezeiten, den technischen Zustand der Fahrzeuge, das Gewicht sowie die Ladungssicherung. Dabei kamen zahlreiche Verstöße und teils gefährliche Mängel ans Licht.
Für 24 Lenker endete die Fahrt vorerst bei der Kontrolle. Sie durften erst weiterfahren, nachdem die beanstandeten Zustände behoben worden waren. In drei Fällen waren die technischen Mängel so gravierend, dass die Polizei wegen Gefahr im Verzug sogar die Kennzeichen abnahm. Besonders häufig wurden die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten missachtet. Allein in diesem Bereich registrierten die Beamten 784 Übertretungen.
Dazu kamen 125 technische Mängel, etwa an Bremsen, Reifen, Radlagern oder der Beleuchtung. Außerdem stellten die Einsatzkräfte 22 Gewichtsüberschreitungen, neun Verstöße gegen Gefahrgutvorschriften und zwei Fälle mangelhafter Ladungssicherung fest. Weitere 153 Übertretungen betrafen unter anderem Fahrverbote, Ausrüstungsvorschriften und die Gurtpflicht.
Bei den Kontrollen stießen die Polizisten auch auf mögliche Straftaten. In vier Fällen besteht der Verdacht, dass Aufzeichnungen über Lenk- und Ruhezeiten manipuliert wurden.
Außerdem entdeckten die Beamten einen mutmaßlich gefälschten Frachtbrief. Damit sollte offenbar ein bestehendes Lkw-Fahrverbot umgangen werden. Die Fälle werden wegen des Verdachts der Beweismittelfälschung bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.
Neben den Kontrollen der Fahrzeuge überprüfte die Polizei auch die Fahrtüchtigkeit der Lenker. Dabei gab es zumindest eine erfreuliche Nachricht: Sämtliche Alkoholvortests verliefen negativ. In 147 Fällen mussten ausländische Verkehrsteilnehmer Geld als Sicherheit für mögliche Strafen hinterlegen.