Irgendwie hat das ganze Land am Tod des Shire-Horse-Riesen "Pioneer" auf Gut Aiderbichl in Henndorf Anteil genommen. Der imposante Kerl mit der Bussi-Nüster hatte aber auch einfach viele Fans, denn sanfte Giganten lieben wir doch alle. Allen voran jedoch seine Freundin "Lady Charm", die mit ihm einige gesundheitliche Probleme teilte und auch bei seinem letzten Atemzug bei ihm stand.
"Lady Charm" gehört ebenfalls zu den ursprünglich sieben Shire-Horses, die 2017 nach Henndorf gebracht wurden, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Die Besitzer hätten nämlich eher den Schlachthof in Betracht gezogen, anstatt ihre Pferde zu trennen. Nach dem Tod des zweiten Wallachs der Herde entdeckte "Pioneer" die hübsche Stute für sich und wurde kurz vor seinem Tod noch mit ihr in eine Außenanlage gebracht, wo vielleicht beide ihre Schlafstörungen endlich in den Griff bekommen sollten.
Nach "Pioneers" Ableben wurde die traurige "Lady Charm" wieder in die noch bestehende Herde eingegliedert und man munkelt, dass hier plötzlich auch großes Interesse an den "Nachbarspferden" von der vis-à-vis Weide bestünde.
Von den drei Shire-Horses macht "Lady Charm" den Tierpflegern aber die größten Sorgen. Ihre Hufprobleme wollen einfach nicht besser werden, was sogar mit täglichen Verbandswechseln einhergeht, außerdem hat sie rassetypische Hautprobleme und schläft kaum. Die Aiderbichler hoffen aber, dass die hübsche Stute ihren Freunden nicht bald nachfolgen wird.