Tierische Unterwasserwelt

19-Kilo-Spinne "krabbelt" bald durch Wien

Mit großem Stolz präsentiert das Haus des Meeres jetzt die größten Krabben der Welt. Die sogenannten Riesenseespinnen wurden vom Fischmarkt gerettet.
01.04.2026, 11:08
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Ätsch! Die Exemplare der sogenannten japanischen Riesenseespinne im Haus des Meeres sind noch nicht so groß wie angekündigt, können es aber werden, denn immerhin handelt es sich hier um die größten Krabben der Welt. Ziemlich stolz ist man auf die geretteten Meeresbewohner, die man beherzt praktisch vom nächsten Kochtopf bewahren konnte und tut nun alles dafür, dass sich die Krustentiere auch im Tiefseeaquarium wohlfühlen.

19 Kilogramm und etwa drei Meter Spannweite

Die kolossalen Krabben können mit ein bisschen Glück tatsächlich eine Spannweite von über drei Meter und ein Gewicht von bis zu 19 Kilogramm erreichen. Da sie in freier Wildbahn, aber in völliger Dunkelheit, bei eisigen Temperaturen und enormem Druck vorkommen, sieht man sie eher selten beim Schnorcheln. Mit solchen Bedingungen ist aber das Haus des Meeres vertraut und setzt nach jahrelangen Bemühungen auf Hightech-Ausstattung, um das faszinierende Ökosystem für Besucher sichtbar zu machen.

Dunkel und kalt habens die Riesenseespinnen am Liebsten.
iStock©DewaldKirsten

Tierisches Wissen:

- Die Japanische Riesenseespinne hat den Namen natürlich nur fälschlicherweise, denn mit zehn Gliedmaßen gehört sie definitiv zu den Krebstieren und nicht zu den Spinnen;

- In Japan zählt sie immer noch - wenn auch bereits seltener - als Delikatesse;

- Die Tiere können bis zu 40 Jahre alt werden;

„Das hochmoderne Kühlsystem unseres 12.000-Liter-Aquariums sorgt dafür, dass die Wassertemperatur konstant unter 12°C bleibt. Diese niedrigen Temperaturen sind für die anspruchsvollen Tiefseebewohner lebensnotwendig. Der hohe Druck hingegen ist für die Haltung dieser Arten nicht entscheidend und muss daher nicht künstlich nachgebildet werden“
Jeff SchreinerZoodirektor, Haus des Meeres

Nackiges Becken

Wundern darf man sich aber nicht, dass die "Tiefsee-WG" im Haus des Meeres in einem ziemlich nackigen Aquarium sitzt, denn in der Unterwelt des Ozeans kommen Pflanzen kaum noch vor und die Bewohner ernähren sich hauptsächlich von Aas, Pflanzenresten, Schnecken und Muscheln.

Im 19. Jahrhundert hatte man große Angst vor den Krabben.
iStock©powerofforever

In guter Gesellschaft sind die Riesenseespinnen mit den jungen Gefleckten Seewölfen - Bodenfischen, mit großem Kopf und kräftigen Kiefern, mit denen sie hartschalige Tiere aufbeißen. Über ihnen manövriert ein Schwarm länglicher Schnepfenfische, die mit ihren röhrenförmigen Mäulern Planktonkrebse einsaugen.

Für alle, die neugierig geworden sind, bietet das Tiefseeaquarium im 5. Stock des Haus des Meeres einen besonderen Einblick in die faszinierende Tierwelt, die in mehreren hundert Metern Tiefe lebt.

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