Tracklimit-Wahnsinn beim Formel-1-Grand-Prix in Austin! Die Piloten sorgten am Trainingsfreitag für ein regelrechtes Chaos auf dem Circuit of the Americas. Insgesamt registrierte die Rennleitung unglaubliche 207 Verstöße gegen die Streckenbegrenzungen.
Bereits im ersten Freien Training wurden 79 Vergehen gezählt, im zweiten Training explodierte die Zahl auf 128. Dabei handelt es sich um sogenannte "gestrichene Runden", also die Zeiten wurden aus der Wertung genommen, würden auch etwa im Qualifying deshalb dann nicht zählen. Bei einem Verstoß in der Zielkurve werden die aktuelle Runde und die darauffolgende aus der Wertung genommen.
Besonders häufig erwischte es Williams-Pilot Alexander Albon. Der Thailänder sammelte gleich 20 Verstöße und führte damit die unrühmliche Statistik an. Als größte Problemstelle entpuppte sich Kurve zwölf. Dort wurden allein 70 Verstöße registriert. Ein Tracklimit-Verstoß liegt vor, wenn ein Bolide mit allen vier Reifen außerhalb der weißen Linie der Strecke fährt.
Im Qualifying am Samstagabend (23 Uhr) und im Großen Preis am Sonntag (21 Uhr) könnten die Verstöße allerdings zu großen Problemen und Chaos führen. Im Qualifying müssten Rundenzeiten schließlich gestrichen werden, das könnte zu Verschiebungen führen. Und im Rennen gibt es ab der vierten gestrichenen Runde eine Zeitstrafe.
Ferrari-Star Charles Leclerc machte vor allem das Wetter für das Chaos verantwortlich. "Der Wind kam heute aus der Richtung, dass er uns in den Kurven nach außen gedrückt hat", erklärte der Monegasse. Schon ein kleiner Verbremser habe gereicht, um die Strecke zu verlassen.