1 Jahr Stillstand

FPÖ empört: "Skandal der Sonderklasse um Stalin-Tafel"

Vor über einem Jahr beschloss der Gemeinderat, die Gedenktafel in Wien-Meidling zu prüfen. Passiert sei seither nichts, kritisiert die FPÖ scharf.
Wien Heute
17.02.2026, 05:30
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Im Dezember 2024 beschloss der Wiener Gemeinderat einstimmig zu prüfen, ob die sogenannte Stalin-Gedenktafel in der Schönbrunner Schlossstraße 30 in Wien-Meidling entfernt werden kann. Die FPÖ verlangte das bereits zuvor in einem eigenen Antrag – dieser wurde zwar abgelehnt, die Forderung blieb – "Heute" berichtete.

„Diese Stalin-Tafel ist ein Meidlinger Schandfleck, der sofort entfernt werden muss“
Lukas BruckerFPÖ-Gemeinderat und Kultursprecher

Ein Jahr später ist für die Freiheitlichen klar: Die Stadt habe keinen Finger gerührt. "Vor über einem Jahr wurde beschlossen, die Entfernung der Stalin-Gedenktafel zu prüfen. Bis heute ist gar nichts passiert. Das ist ein Skandal der Sonderklasse", so FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss. FPÖ-Wien Kultursprecher und Meidlinger Gemeinderat Lukas Brucker legt nach: "Diese Stalin-Tafel ist ein Meidlinger Schandfleck, der sofort entfernt werden muss."

Besonders bitter stößt den Blauen auf, dass gleichzeitig für andere Denkmäler viel Geld da sei. "Während SPÖ-Kulturstadträtin Kaup-Hasler beim Lueger-Denkmal 500.000 Euro Steuergeld zum Fenster hinauswirft, damit es um 3,5 Grad gekippt wird, ist sie beim Stalin-Denkmal auf Tauchstation", so Brucker.

FPÖ-Anfrage im Gemeinderat

In einer aktuellen Gemeinderatsanfrage wollen Krauss und Brucker nun wissen, was konkret passiert ist – oder eben nicht. Sie verlangen Antworten zu rechtlichen Prüfungen, Gesprächen mit dem Eigentümer, möglichen Kosten, technischem Aufwand, aber auch zu geplanten Maßnahmen. Auch ein Zeitrahmen für die Umsetzung oder das Ende der Prüfphase ist offen.

Der Vorwurf: Die rot-pinke Stadtregierung schiebe das Thema absichtlich auf die lange Bank – und dulde damit ein Denkmal für einen der größten Massenmörder der Geschichte mitten in Meidling. "Die Stadt Wien darf keinen Ort schaffen, an dem ein Diktator und Massenmörder ohne kritischen Kontext hervorgehoben wird", so die Freiheitlichen.

Wie es mit der Gedenktafel weitergeht, ist weiter offen – doch der politische Druck steigt. Die FPÖ will jedenfalls "eine sofortige Lösung im Sinne der historischen Verantwortung".

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