Alarm an Wiens Schulen

FPÖ fordert Konsequenzen für Deutsch-Verweigerer

Es sind neue Schock-Zahlen zu Wiens Schulen. Viele Taferlklassler können kaum Deutsch. Die FPÖ fordert Konsequenzen für Verweigerer.
Newsdesk Heute
30.09.2026, 18:49
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In Wiens Schulen gibt es ein gewaltiges Deutsch-Problem. Dies zeigt sich laut einer aktuellen Agenda-Austria-Auswertung zu Taferlklasslern des Schuljahres 2025/26 im Auftrag der "Krone". Die Schieflage in den Schulen ist offenbar hausgemacht.

Demnach sind 60 Prozent der Schüler, die aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse als "außerordentlich" eingestuft wurden, in Österreich zur Welt gekommen. Besonders dramatisch ist die Lage in Liesing. Hier liegt diese Quote bei 76 Prozent. In der Donaustadt bei 72,3 Prozent und in Floridsdorf bei 71,7 Prozent. Blickt man nach Favoriten, so konnten von 2.561 Schulanfängern 1.696 nicht ausreichend Deutsch. In Margareten sind es gar 74,8 Prozent.

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FPÖ fordert Konsequenzen

Bei der Wiener FPÖ ist die Aufregung dementsprechend groß. Für Klubobmann Maximilian Krauss sei dies der Beweis, dass das von SPÖ und Neos eingeführte verpflichtende Kindergartenjahr "nichts gebracht hat". Dort sieht die Lage nach den Zahlen noch düsterer aus. In den öffentlichen Kindergärten der Hauptstadt haben von 16.731 Kindern 11.450 eine andere Erstsprache als Deutsch. In den privaten Einrichtungen stieg die Quote von 43 auf 53 Prozent.

Für die Freiheitlichen wäre eine "Sprachstandsfeststellungen ab drei Jahren", eine gute Maßnahme, um dem Problem entgegenzuwirken. Diese würde von der Stadtregierung jedoch abgelehnt werden. Auch Konsequenzen für Eltern, die mit ihren Kindern keine Deutschkurse besuchen, würde die FPÖ begrüßen.

Personen, "die Maßnahmen verweigern, müssen mit finanziellen Konsequenzen wie dem Entzug der Kinderbeihilfe und Streichung von Sozialleistungen rechnen", so Krauss. Würde man jetzt nicht durchgreifen, ziehe man sich nur "eine Generation zukünftiger Sozialhilfeempfänger" heran. Die Betroffenen könnten aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse im Berufsleben nie Fuß fassen, betont der FPÖ-Politiker.

Scharfe Kritik an Wiederkehr und Emmerling

Besonders Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (beide Neos) kritisiert Krauss scharf. Er bezeichnete die beiden als "Totengräber unseres Bildungssystems". Sie hätten "jahrelang zugesehen, wie sich diese Entwicklung verschärft".

Mit der sechsjährigen Volksschule würde der Bildungsminister "die falschen Prioritäten" setzen, meint der Freiheitliche. Ihm zufolge würden zwei zusätzliche Jahre "kein einziges Deutsch-Problem" lösen. "Wenn Kinder bereits beim Schuleintritt dem Unterricht sprachlich nicht folgen können, muss das Problem vor der Schule gelöst werden und nicht durch eine Verlängerung der Volksschule", sagt Krauss.

red,30.09.2026, 18:49