Zum Jahresauftakt hätte die "ZiB 2" nach dem Bundeskanzler gerne mit FPÖ-Chef Herbert Kickl gesprochen. Wie gewohnt, hat er aber abgesagt. Stattdessen durfte nun Generalsekretär Christian Hafenecker am Donnerstag bei Margit Laufer darlegen, wie die Freiheitlichen die aktuellen Krisen bewältigen würden.
Eingangs ging es um den Pilnacek-U-Ausschuss und die gerade stattgefundene Exkursion an dessen Todesort. FPÖ-Fraktionsführer Hafenecker ortet da immer noch einige Ungereimtheiten und vermutet Einflussnahme, weitere Anfragen an den Innenminister sollen Klarheit bringen.
Im zweiten Teil des Interviews ging es um eine mögliche FPÖ-Regierungsbeteiligung auf Bundesebene, die vergangenes Jahr gescheitert ist. Hafenecker war bei den Verhandlungen selbst dabei. "Es ist oft schwerer, Nein zu sagen, als einen faulen Kompromiss einzugehen." Mit dem Paket, das am Tisch lag, seien die Versprechen gegenüber den Österreichern nicht erfüllbar gewesen.
Die "Verlierer-Koalition" sei noch immer nicht in der Lage, zu erkennen, wo den Österreichern der Schuh drückt. Die Konzepte der FPÖ beim Thema Teuerung? Der FPÖ etwa geht die Mehrwertsteuer nicht weit genug, gegenfinanzieren könnte man das mit Einsparungen bei EU, Ukraine, NGOs und Co.
Stattdessen mache die Regierung alles, die Inflation hochzuhalten. Hafenecker hingegen würde zuallererst den "Green-Deal" abdrehen, um gegen die Inflation zu kämpfen. Zum Abschluss verteidigte der FPÖ-General den Rechtsextremisten Martin Sellner und schlug eine Einladung in den "linken" ORF vor. Dass es in der FPÖ selbst immer wieder rechtsextreme "Einzelfälle" gibt, erklärt der Generalsekretär damit, dass es in der Justiz gewisse Netzwerke geben würde.