Weltwirtschaftsforum Davos

Militär-Jets, Helikopter – Heer schirmt  Luftraum ab

Während des Weltwirtschaftsforums in der Davos (Schweiz) sichern die Luftstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres den österreichischen Luftraum.
Newsdesk Heute
16.01.2026, 10:09
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Selten gibt es ein Treffen mit wichtigeren Besuchern. Zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) werden über 2.500 Teilnehmer erwartet, darunter etwa 60 Staats- und Regierungschefs, zahlreiche Regierungsmitglieder aus rund 130 Ländern und hochrangige Vertreter internationaler Organisationen.

Das Forum löst auch bei uns intensive Security-Maßnahmen aus. Von 19. bis 24. Jänner 2026 sichern die Luftstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres im Rahmen der Luftraumsicherungsoperation "DAEDALUS" den österreichischen Luftraum. In diesem Zusammenhang wurde auf österreichischer Seite ein Flugbeschränkungsgebiet über Teilen von Vorarlberg und Tirol eingerichtet.

Maßnahmen zur Luftraumüberwachung

Aufgrund der Nähe von Davos zur österreichischen Grenze hat die Schweiz auch in diesem Jahr erneut um eine verstärkte Überwachung der angrenzenden österreichischen Lufträume gebeten.

Im Rahmen der Übung "DÄDALUS26" sind rund 1.000 Soldaten sowie zivile Bedienstete und insgesamt 21 Luftfahrzeuge im Einsatz. Dazu zählen elf Flächenflugzeuge und zehn Hubschrauber. Sie gewährleisten die Sicherheit der Veranstaltung und tragen zum Schutz der Bevölkerung vor möglichen Gefahren aus der Luft bei.

Cross-Border Operations

Generalmajor Gerfried Promberger, Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte, sagt: "Als neutraler Staat handeln wir dabei selbstständig und hoheitlich – die Kooperation mit der Schweiz gibt uns dabei wechselseitig die notwendige lückenlose Sicherheit, ohne dass wir Souveränität abgeben."

Ein zentrales Element der Operation bilden die sogenannten "Cross-Border Operations": Sie ermöglichen bei verdächtigen zivilen oder militärischen Luftfahrzeugen, die gegen internationale Luftfahrtrichtlinien verstoßen, eine lückenlose Überwachung und Begleitung – auch über Staatsgrenzen hinweg. Gegenseitige Einfluggenehmigungen stellen dabei eine rasche und reibungslose Übergabe zwischen den Luftstreitkräften beider Länder sicher. Ein Einsatz von Waffen im Luftraum des jeweils anderen Staates ist ausdrücklich ausgeschlossen.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

"Die reibungslose Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg wird in Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheit immer wichtiger, gerade bei der Luftraumüberwachung und -sicherung ist diese essenziell. Bedrohungen aus der Luft kennen keine Grenze – daher ist die bewährte Kooperation mit der Schweiz im Rahmen der Luftraumsicherungsoperation DAEDALUS26 ein echter Garant für Sicherheit", unterstreicht Verteidigungsministerin Klaudia Tanner die langjährige Kooperation mit der Schweiz.

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