Politik

FPÖ klagt nach Vorwürfen über Polizisten als "Freiwild"

Nach Vorwürfen gegen die Exekutivbeamten ergreifen die Freiheitlichen Partei.
Clemens Pilz
20.07.2020, 14:35

Mutmaßliche Misshandlung eines Tschetschenen, Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit: Die Wiener Polizei ist in den letzten Tagen unter Beschuss geraten. Die FPÖ stellt sich jetzt einmal mehr hinter die Exekutive.

Der nicht amtsführende Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp forderte in einer Aussendung ein Ende des "Polizisten-Bashings seitens der Linken" und beklagte, die Beamten hätten unter einer "ausufernden Migrantenkriminalität zu leiden". Als inakzeptabel sehe er auch das Verhalten des Twitter-Accounts der Landespolizeidirektion Wien, der die Aussage eines Polizisten (s. Video unten) als "nicht tolerierbar" bezeichnete. 

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FP-Generalsekretär Schnedlitz spitzte seine Sicht am Montag bei einer Pressekonferenz mit AUF-Bundesvorsitzendem Werner Herbert zu: "Es reicht anscheinend, dass ein Polizist schief schaut, dann wird er heutzutage zu Freiwild erklärt."

Der Freiheitliche sieht "importierte Kriminalität", tschetschenische Auftragsmorde und die Austragung türkischer Konflikte in Wien-Favoriten für eine verschärfte Sicherheitslage verantwortlich. Seine Kritik: Gegen ethnische Konflikte werde "mit Samthandschuhen" vorgegangen, während man Polizisten diffamiere. 

Österreichische Exekutivbeamte dürften in diesem Zusammenhang nicht in einem Topf geworfen werden mit jenen Polizisten, die in den USA im Visier der Black Lives Matter-Bewegung stehen.

Nicht alle Polizisten in einen Topf werfen

Dass die Aussage eines Polizistens, "Des is mei Land, macht's an Schuch", jetzt für Kritik sorgt, könne er nicht nachvollziehen. Es sei das gute Recht jedes Staatsbürgers, gegenüber ausländsichen Gruppierungen zu sagen, "reißt's euch zusammen".