Niederösterreich

FPÖ warnt: Immer mehr Bauern geben ihre Höfe auf

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in NÖ ist deutlich gesunken. FPÖ-Agrarsprecher Alexander Schnabel fordert nun Entlastungen.
Niederösterreich Heute
22.09.2026, 05:00
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Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Niederösterreich ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. FPÖ-Landwirtschaftssprecher Alexander Schnabel sieht darin ein Alarmsignal und fordert bessere Rahmenbedingungen für die heimischen Bauern.

Schnabel verweist dabei auf Zahlen aus dem Grünen Bericht. Demnach gab es 1999 in Niederösterreich noch mehr als 51.000 landwirtschaftliche Betriebe. Für 2023 werden nur noch 26.981 Betriebe genannt. Der Grüne Bericht 2023 des Landes wurde 2024 veröffentlicht.

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"Seit 1999 schlossen pro Jahr im Schnitt rund zwei Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in NÖ ihre Tore", rechnet Schnabel vor. Für den FPÖ-Politiker ist die Entwicklung vor allem angesichts steigender Betriebskosten problematisch.

Kosten stiegen stark an

Laut den von der FPÖ genannten Zahlen hätten sich 2025 unter anderem die Kosten für Strom um 37,3 Prozent, für Düngemittel um 7,4 Prozent sowie für Tierarzt und Medikamente um 3,2 Prozent erhöht.

"Und genau hier liegt das Problem. Die Kosten steigen, die Märkte schwanken, unsere Bauern tragen immer mehr Risiko", sagt Schnabel. Besonders die Treibstoff- und Energiekosten seien aus seiner Sicht eine große Belastung für die Land- und Forstwirtschaft.

Kritik übt der FPÖ-Landwirtschaftssprecher auch an den bürokratischen Vorgaben. Landwirte müssten sich neben der eigentlichen Arbeit am Hof mit zahlreichen Formularen, Kontrollen, Dokumentationen und Nachweisen auseinandersetzen.

"Unsere Bauern sollen Tierhalter, Lebensmittelproduzent, Landschaftspfleger und zugleich Verwaltungsbeamte des eigenen Hofes sein. Das kann nie die Zukunft unserer Land- und Forstwirte sein", so Schnabel.

Schnabel verlangt Maßnahmen

Von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) verlangt Schnabel deshalb Maßnahmen gegen steigende Kosten und Bürokratie sowie mehr Planungssicherheit für die Betriebe.

Dass die Landwirtschaft mit schwankenden Marktpreisen und zunehmender Bürokratie konfrontiert ist, wird auch im Grünen Bericht des Bundes als Herausforderung angeführt. Für 2023 wurde zudem österreichweit ein Rückgang der durchschnittlichen Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft um 14 Prozent je Betrieb ausgewiesen. In Niederösterreich betrug das Minus 20 Prozent.

Schnabel fordert daher günstigere Energie, weniger Bürokratie und langfristig stabile Rahmenbedingungen. "Unsere Bauern brauchen Zukunft, unsere Lebensmittelversorgung braucht Sicherheit", so der FPÖ-Abgeordnete.

red,22.09.2026, 05:00
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