Aus der eingetroffenen Anfragebeantwortung von Innenminister Karl Nehammer (VP) nach einer parlamentarischen Anfrage von FP-Nationalrat Christian Lausch gehe klar hervor, dass unter dem jetzigen Innenminister "die Aufgriffe der Flüchtlinge in Österreich eklatant hoch sind und weiter stark steigen", so Lausch.
Trotz verschärfter Grenzkontrollen wegen Corona würden die Zahlen von Personen, die illegal nach Österreich kommen, in die Höhe schnellen. "Das ist aus meiner Sicht sehr besorgniserregend, denn das zeigt, dass unsere Grenzen nicht geschützt sind", so der FP-Mandatar. "Schon im Jahr 2021, das erst drei Monate alt ist, gibt es ca. 2.000 Aufgriffe und die Tendenz ist stark steigend."
In der schriftlichen parlamentarischen Anfrage betreffend "laufend werden in Österreich Flüchtlinge aufgegriffen" wollten Lausch und seine FP-Kollegen auch mehr zu dem Aufgriff am Wochenende Anfang Dezember 2020 im Bezirk Bruck wissen. Die illegale Einreise der 20 Flüchtlinge nach Österreich dürfte demnach mit einem Lkw mit Planenaufbau erfolgt sein. Die Erhebungen nach den Schleppern verlief ohne konkrete Ergebnisse. Von den 20 Menschen stellten sieben syrische und drei türkische Staatsangehörige einen Antrag auf internationalen Schutz mit dem Hinweis auf Kriegshandlungen in ihrem Heimatland. Sechs Polizeibeamte mit drei Streifenwagen sowie ein Polizei-Hubschrauber waren im Einsatz.
Bei den aufgegriffenen Personen zeigt sich: 2019 stammten die meisten Flüchtlinge aus Afghanistan (2.163), gefolgt von Serbien (1.447) und Nigeria (1.211). Flüchtlinge aus Syrien waren an der siebenten Stelle zu finden (797). 2020 kamen die meisten aufgegriffenen Personen aus Syrien (3.453), gefolgt von Afghanistan (2.262) und Serbien (1.271).
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Die Gesamtzahl der gestellten Asylanträge lag 2019 bei 12.886, letztes Jahr waren es 14.192. Ob der steigenden Zahlen will Lausch nochmals nachhaken: "Deshalb werde ich in den nächsten Wochen zu diesem Thema noch eine Folgeanfrage machen."