Die Spritpreise steigen, die Kosten für Autofahrer werden höher. Jetzt bringt die Wiener FPÖ einen interessanten Vorschlag ins Spiel: Städtische Betriebstankstellen sollen künftig auch von der Bevölkerung genutzt werden können.
Die MA 48 ist für die Kraftstoffbeschaffung des Wiener Magistrats zuständig. An ihrer Zentrale gibt es auch eine eigene Betriebstankstelle. Genau diese Infrastruktur nimmt FPÖ-Wirtschaftssprecher Udo Guggenbichler ins Visier.
"Die Stadt kauft Kraftstoff für ihren eigenen Fuhrpark ein, aber die Wienerinnen und Wiener haben davon nichts. Der Magistrat hält den Wienern den Tankdeckel zu. Bürgermeister Ludwig soll prüfen lassen, wie die vorhandenen Betriebstankstellen für die Bevölkerung geöffnet und die Einkaufskonditionen der Stadt im rechtlich zulässigen Rahmen weitergegeben werden können", findet Guggenbichler.
Als Beispiel nennt Guggenbichler Kärnten. Dort wurden ab 2004 unter dem damaligen Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) Landestankstellen betrieben. 2008 waren zehn solcher Tankstellen in Betrieb. Bis Mitte Juli desselben Jahres wurden nach Angaben der damaligen Landesregierung rund 40 Millionen Liter Diesel verkauft.
Das Modell sollte günstigere Tankmöglichkeiten schaffen und zusätzlichen Wettbewerbsdruck auf den regionalen Treibstoffmarkt ausüben.
Guggenbichler will nun auch in Wien ein entsprechendes Modell prüfen lassen. "Wien kassiert bei den Bürgern Gebühren und Abgaben, wo es nur geht. Wenn die Stadt aber einmal die Möglichkeit hat, ihre Infrastruktur und ihre Einkaufsmacht unmittelbar zum Vorteil der Bevölkerung und des Wettbewerbs einzusetzen, bleibt der Zapfhahn geschlossen", kritisiert Guggenbichler. Ludwig soll nicht nur Belastungen weitergeben, sondern endlich auch Preisvorteile", so Guggenbichler abschließend.