Für Didier Deschamps wird die die WM in den USA, Mexiko und Kanada zum letzten Hurra. "Le General" wird danach als französischer Nationaltrainer Schluss machen. Der 57-Jährige würde sich nach 14 Jahren als "sélectionneur" nur zu gerne mit einem weiteren WM-Titel nach dem Triumph 2018 in Russland verabschieden. Als Nachfolger beim Vizeweltmeister wird seit Monaten die Ikone Zinédine Zidane gehandelt; also der begnadete "Künstler", dem Deschamps als bissiger Sechser früher den Rücken freihielt. Gemeinsam wurden die beiden mit Les Bleus 1998 Welt- und zwei Jahre darauf Europameister.
Die Diagnose ließ aufhorchen. Kylian Mbappé verpasste jüngst den Clasico mit Real Madrid aufgrund einer "Verletzung des Halbsehnenmuskels im linken Bein". Gleich danach verbreitete sich aber die frohe Kunde, dass die WM nicht in Gefahr ist für den Ausnahmestürmer und Kapitän der Franzosen. Der 27-Jährige füllt in einer hochkarätig besetzten Mannschaft die Rolle des Anführers aus und benötigt nur noch zwei Treffer, um Olivier Giroud (57 Tore) als Rekordtorschützen der Equipe Tricolore abzulösen. Bei der Auszeichnung als bester französischer Fußballer im Ausland aber musste der WM-Torschützenkönig von 2022 (8) erst kürzlich einem anderen den Vortritt lassen: Die Wahl der Gewerkschaft UNFP gewann Michael Olise vom FC Bayern.
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Frankreich zählt bei der 17. Teilnahme erneut klar zu den Topfavoriten. Klappt es mit dem Einzug ins Finale am 19. Juli im MetLife Stadium, egalisieren Les Bleus eine deutsche Bestmarke: Als bislang einzigem Team aus Europa gelangen der BRD zwischen 1982 und 1990 drei Endspiel-Teilnahmen nacheinander. Die Franzosen setzten sich bei der vorletzten WM im Finale gegen Kroatien durch (4:2), vier Jahre später verloren sie gegen Lionel Messis Argentinier im Elfmeterschießen (2:4).