"Heute" hat berichtet: Rund sechs Wochen nach dem Leichenfund in Vöcklabruck gab es diese Woche eine neue Entwicklung. Die Ermittler haben einen Verdächtigen im Visier, der sich derzeit im Ausland in Haft befindet.
Details zu dem 40-jährigen Rumänen – es gilt die Unschuldsvermutung – gab die Polizei bisher nicht bekannt. Man wartet erst seine Auslieferung und dann die folgende Befragung ab.
Ein Blick zurück: Seit 29. August war das 53-jährige Opfer verschollen. Dann am 1. September machten spielende Kinder in der Bezirkshauptstadt den grausigen Fund: Sie entdeckten die Leiche mit Stichverletzungen am Ager-Fluss.
Am darauffolgenden Morgen erfuhr der Ex-Mann der Getöteten vom gewaltsamen Tod: "Ich hätte schreien können, weil es so wehgetan hat", zitieren ihn die "Oberösterreichischen Nachrichten". Obwohl die Eltern zweier Kinder seit 2022 getrennt waren, habe stets ein "gutes Verhältnis" zueinander bestanden. Die beiden waren jahrelang "glücklich verheiratet", sagt er.
Die Frau hatte mit einer psychischen Erkrankung zu kämpfen, was auch ihre Familie belastete: "Wir haben alles versucht, aber es ist irgendwann nicht mehr gegangen", sagt der Mann. Die Ehe sei schließlich zerbrochen, doch man sei weiterhin füreinander da gewesen.
Die gemeinsamen Söhne sind heute elf und 13 Jahre alt. "Ihnen wurde eine liebevolle Mama genommen", so ihr früherer Ehemann. Sie sei eine wundervolle Mutter gewesen, "die ihre Kinder über alles geliebt hat". Er berichtet von einer Frau, die sich sehr darum bemüht habe, dass es ihrer Familie gut gehe.
Für den Vater der Buben war die Festnahme eine Erleichterung. Nun müsse man abwarten, was die weiteren Ermittlungen ergeben. Feststehe aber: "Es wird nie volle Gerechtigkeit geben, wir kriegen sie nicht mehr zurück. Der 58-Jährige hofft auf einen Abschluss: "Wir müssen das alles irgendwie verkraften. Das Leben muss weitergehen."