Nach der jüngsten Gewalttat in Graz-Geidorf ist die Bestürzung groß. Eine 45-jährige Frau wurde am Montag von ihrem Nachbarn mit einem Küchenmesser und einer Axt attackiert. Sie erlitt lebensgefährliche Verletzungen, dürfte den Angriff aber überleben. Der 37-jährige mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen.
Nun wird in Graz zu einer Kundgebung gegen Gewalt an Frauen aufgerufen. Am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr wollen sich Menschen am Geidorfplatz versammeln und ihre Solidarität mit dem Opfer zeigen.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein Nelke. Die Kundgebung soll ein Zeichen der Solidarität mit der schwer verletzten Frau, ihren Angehörigen und allen Frauen setzen, die von männlicher Gewalt betroffen sind.
"Wenn eine Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wird, darf die Tat nicht als Nachbarschaftsstreit heruntergespielt werden", betont der Verein laut der "Kleinen Zeitung". Und weiter: "Gewalt gegen Frauen ist keine private Angelegenheit. Sie hat strukturelle Ursachen und braucht gesellschaftliche wie politische Antworten."
Bei der Kundgebung geht es auch um konkrete Forderungen. So sprechen sich die Organisatorinnen gegen Kürzungen beim Gewaltschutz aus. Betroffene Frauen müssten konsequent geschützt und Gewalttaten durch wirksame Prävention verhindert werden.
Außerdem fordern sie eine konsequente strafrechtliche Aufarbeitung des aktuellen Falls und mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit für Femizide. Diese sollen künftig als eigener Straftatbestand im Gesetz verankert werden. Die Kundgebung findet am Sonntag, 8. November 2026, um 17 Uhr am Geidorfplatz in Graz statt.