Am Landesgericht Wels steht am Mittwoch eine 29-Jährige wegen schwerer Vorwürfe vor Gericht. Die Frau soll im Juni den 13-jährigen Sohn einer Freundin sexuell missbraucht haben. Die Beschuldigte bestreitet die Anschuldigungen. Bei einer Verurteilung drohen ihr zwischen einem und zehn Jahren Haft.
Die Staatsanwaltschaft geht von einem einmaligen Vorfall aus, wie die "OÖN" berichten. Laut Anklageschrift soll die Mutter des Buben ihre Freundin bei deren Besuch "auf frischer Tat" ertappt haben, als sie nach Hause kam.
Die bislang unbescholtene Angeklagte weist die Vorwürfe entschieden zurück. Sie bestreite "jedweden sexuellen Kontakt" mit dem 13-Jährigen, erklärte ein Sprecher des Landesgerichts. Aus Sicht der 29-Jährigen werde sie "von Mutter und Sohn falsch beschuldigt". Die Anklage hält die Schilderungen des Buben dagegen für glaubwürdig.
Die Frau befindet sich nicht in Untersuchungshaft. Im Prozess ist unter anderem eine Befragung der Mutter vorgesehen. Zudem sollen verschiedene Chatnachrichten als Beweismittel behandelt werden.
Der 13-Jährige wird inzwischen von einer Kinderschutzeinrichtung betreut und erhält professionelle Unterstützung während des Verfahrens.