Grant Wahl ist einer von drei Journalisten, die während der WM in Katar gestorben sind. Der Tod des US-Amerikaners wurde als Erstes bekannt, es entstanden schnell Gerüchte, weshalb der 49-Jährige nun tot sei. Sein homosexueller Bruder Eric sah einen Zusammenhang zwischen dem Regenbogen-T-Shirt, das Wahl getragen hatte, und dem Tod des Journalisten. "Wegen mir hat er das Shirt bei der WM getragen. Ich glaube nicht, dass mein Bruder einfach gestorben ist, ich glaube, er wurde umgebracht", schrieb der Bruder auf Twitter. Diese Meinung revidierte er später.
Nun verschafft Grant Wahls Frau Céline Gounder endgültig Klarheit. In einer langen Nachricht bedankt sie sich für die Unterstützung, die sie erhalten habe. Sie schreibt auch, dass eine Autopsie an ihrem verstorbenen Ehemann vorgenommen wurde. Und diese kam zu folgendem Schluss: "Grant starb am Riss eines langsam wachsenden, unentdeckten Aneurysmas in der Aorta."
Grant habe einen Brustdruck gespürt, der ein erstes Symptom davon habe sein können. Gounder schreibt weiter, dass weder eine Wiederbelebung oder ein Defibrillator ihn hätten retten können. Außerdem habe sein Tod keinerlei Zusammenhang mit seinem Covid-Impfstatus gehabt. Sie schließt mit: "An seinem Tod war nichts Schlimmes dabei."
Die Schweizer Kollegen von "20 Minuten" erlebten den Zusammenbruch Grant Wahls im Lusail Stadion hautnah mit, wie äußerst schnell Hektik ausbrach. Und wie die Einsatzkräfte sofort Hilfe leisteten. Gerettet werden konnte Wahl dennoch nicht. Genauso wenig wie zwei andere Journalisten, die auch in Katar starben. Die Todesumstände des Briten Roger Pearce, dem technischen Direktor von ITV Sport, und des katarischen Fotojournalisten Khalid al-Misslam sind weiter ungeklärt. Am Mittwoch kam zudem heraus, dass ein Sicherheitsmann im gleichen Stadion wie Grant Wahl nach dem Viertelfinal Argentiniens gegen die Niederlande in den Tod stürzte.