Humanoide Roboter sind längst keine Science-Fiction mehr. Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) startet nun ein neues Projekt, um die menschenähnlichen Maschinen in der Praxis zu erproben.
In Karlsruhe, Lemgo und Ilmenau eröffnet das Institut das sogenannte Humanoid Robots Experience Lab. Dort sollen Anwender gemeinsam mit Forschern herausfinden, wo und unter welchen Bedingungen humanoide Roboter tatsächlich einen Mehrwert bieten.
Wie die "Computerwoche" meldet, geht es Institutsleiter Jürgen Beyerer dabei um weit mehr als nur die äußere Form: "Im Kern steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz künftig in unserer realen Welt handeln kann: in Umgebungen, die nicht perfekt vorbereitet sind, und im Zusammenspiel mit Menschen, die die Verantwortung behalten sollen."
In Karlsruhe liegt der Fokus auf gefährlichen Umgebungen wie Katastrophenschutz und Verteidigung. Hier wird erprobt, wie Roboter-Teams bei der Aufklärung oder Inspektion unterstützen können.
Am Standort Lemgo steht die industrielle Produktion im Mittelpunkt. Die Forscher untersuchen, wie humanoide Roboter ihre Mobilität und Greiffähigkeiten in der Automation ausspielen können. Das Ziel: Menschen und Maschinen arbeiten Hand in Hand.
In Ilmenau dreht sich alles um Landwirtschaft, kommunale Dienste und kritische Infrastrukturen. Die Wissenschaftler arbeiten an der Vernetzung der Roboter mit Leitstellen.
Das Labor richtet sich explizit an den Mittelstand, Handwerksbetriebe, Blaulichtorganisationen und Kommunen. Unternehmen können dort nicht nur die Technologie erleben, sondern auch prüfen, ob ein Einsatzszenario realisierbar ist.