Steve Braithwaite ist wohl der ungewöhnlichste Reisende der USA. Der Mann lebt als Vollzeit-Nomade in einem gelben Bananenauto. Das kuriose Fahrzeug ist fast 7 Meter lang und basiert auf einem umgebauten Ford F-150 aus dem Jahr 1993.
Die Polizei im Bundesstaat Montana stoppte das Fahrzeug kürzlich während einer Fahrt Richtung Westen. Der Grund war jedoch nicht die verrückte Optik, sondern ein teilweise verdecktes Kennzeichen. "Die Beschwerde war berechtigt, aber wir haben uns gut unterhalten", sagte Steve.
Wie der US-Sender "KPAX-TV" berichtet, ist Steve solche Situationen längst gewohnt. "Ich würde sagen, in den ersten acht oder neun Jahren war ich wahrscheinlich der am häufigsten angehaltene Mann in Amerika", erzählte er.
Der US-Amerikaner begann den Bau seines Bananenwagens im Jahr 2008. Über mehrere Jahre arbeitete er an dem ungewöhnlichen Gefährt, hauptsächlich an Wochenenden. Der Ford wurde mit einer gelben Glasfaserhülle in Bananenform verkleidet.
Die Baukosten beliefen sich auf rund 25.000 US-Dollar, was damals etwa 19.000 Euro entsprach. 2011 war der Wagen fertig. Laut Guinness World Records handelt es sich um das weltweit längste Bananenauto.
Steve hat sein Leben komplett umgekrempelt. "Ich habe kürzlich fast alles verkauft, was ich besitze, den Rest eingelagert und lebe jetzt als Vollzeit-Nomade mit meinem Bananenauto", erzählte er.
Seine Route führt quer durch mehrere US-Bundesstaaten in Richtung Seattle. Übernachten kann er oft bei Gastgebern, die ihn über Plattformen oder Empfehlungen aufnehmen. Als Dankeschön bietet er ihnen Fahrten in seinem Bananenfahrzeug an.