Die neuen automatisierten Grenzkontrollen der Europäischen Union sorgen weiterhin für Schwierigkeiten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen räumte ein, dass es bei dem System noch erhebliche Probleme gibt.
Bei einer Pressekonferenz im irischen Cork erklärte sie, man arbeite gemeinsam mit den Mitgliedstaaten an Lösungen. "Wir arbeiten mit den Mitgliedstaaten daran, dass diese technischen Probleme gelöst werden", sagte von der Leyen.
Das neue Einreisesystem ist seit Ende des vergangenen Jahres im Einsatz und hat an mehreren europäischen Flughäfen zu langen Warteschlangen geführt.
Mit dem System werden nicht-europäische Reisende bei der Einreise digital erfasst. Es ersetzt den bisherigen Stempel im Reisepass und speichert unter anderem Kontaktdaten, biometrische Merkmale sowie Ein- und Ausreisedaten. Dadurch sollen etwa überschrittene Aufenthaltsdauern oder verweigerte Einreisen leichter nachverfolgt werden können.
Flughäfen und Fluggesellschaften kritisieren die Einführung des Systems scharf. Nach ihren Angaben führt sie zu einer "unerträglichen Belastung".
In einem Schreiben an die EU-Kommission berichten sie von Wartezeiten an den Grenzkontrollen, "die inzwischen zu Stoßzeiten bis zu fünf Stunden erreichen können". Teilweise hätten Passagiere "stundenlang außerhalb der Terminals und auf Parkflächen warten" müssen, weil die Behörden die Reisenden nicht rasch genug abfertigen konnten.
Die EU-Kommission verteidigt das neue System dennoch. Es sei entscheidend, um besser kontrollieren zu können, wer in die Europäische Union ein- und ausreist.
Zudem hätten Mitgliedstaaten und Flughäfen ausreichend Zeit gehabt, sich auf die Einführung vorzubereiten. Gleichzeitig kündigte die Kommission an, Gespräche mit Vertretern der Branche aufzunehmen.